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Home » Master » M.Eng. Internationales Projektingenieurwesen » Schwerpunkte & Module

Schwerpunkte und Module

Eine Übersicht über die einzelnen Module sowie den Studienverlaufsplan finden Sie hier.

Die fachspezifischen Module sind in systematische Blöcke zusammengefasst:

Modulblock A: Ingenieursmathematik
In dem Modulblock werden Vertiefungen zu ausgewählten Bereichen der Mathematik vermittelt, die speziell für den Maschinen- und Anlagenbau von Bedeutung sind. Die Studierenden erwerben neben der notwendigen Fachkompetenz die methodische Fähigkeit zur Abstraktion, Formulierung, Analyse und Lösung typischer mathematischer Problemstellungen sowie zur Auswahl und zum Einsatz geeigneter Verfahren im Bereich technischer Berechnungen.

Modulblock B: Anlagenbau und Montage
Kernbereiche des vorliegenden Studiengangs sind der Anlagenbau und die Industriemontage. Die Grundlagenvermittlung betrifft dabei sowohl den bautechnischen und stahlbautechnischen Sektor, wie auch den Hoch- und Tiefbau. Aufbauend auf diese Grundlagen werden Kompetenzen in der Anlageplanung und Kenntnisse zu Anwendung der erforderlichen Montagetechniken beim Bau von Industrieanlagen vermittelt. Die Arbeitssicherheit hat im Anlagenbau, gerade bei internationalen Projekten, einen besonders hohen Stellenwert, so dass fundierte Kenntnisse für künftige Projektmanager und Baustellenleiter ein Muss ist. Wesentliche Elemente bei Planung und Bau im industriellen Anlagenbau sind in der Anlagenperipherie (Balance of Plant) die Bereiche Bodenverdichtung, Wasserhaltung und Isolierung.

Modulblock C: Fertigungstechnik und Materialeinsatz
Die Vermittlung von spezifischem Wissen zur Fertigungstechnik und zum Materialeinsatz im Maschinen- und Anlagenbau ist das Hauptziel dieses Modulblocks. Dabei steht aufgrund der Häufigkeit der Anwendung im Anlagenbau die Schweiß- und Fügetechnik im Vordergrund. Bezüglich der Abnutzung von Materialien werden hier auch spezielle Gebiete der Werkstoffkunde behandelt, wobei es in erster Linie um die Tribologie als Hauptabnutzungsfaktor geht. Um vertiefte Kenntnisse über den Prozess des Konstruierens von Maschinenteilen, Geräten und Anlagen zu bekommen, wird in einem weiteren Modul ein entsprechendes Übersichtswissen vermittelt. Mit dem Wahlpflichtmodul Produktionsplanung und Steuerung haben die Studierenden die Möglichkeit, erweiterte Kenntnisse zum Einsatz moderner Softwaresysteme zur Abwicklung der verschiedenen Geschäftsprozesse in modernen Produktionsunternehmen zu erwerben, um ihr fertigungstechnisches Know How zu erweitern.

Modulblock D: Betriebswirtschaft und Recht
Die Ziele der betriebswirtschaftlichen Module liegen in der Vermittlung von betriebswirtschaftlichem und rechtlichem Basiswissen. Neben der Einführung in Grundlagen des Wirtschaftens umfasst das Modul „Unternehmensanalyse und -kennzahlen“, die Vermittlung von Kenntnissen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Unternehmen sowie zur Analyse von Bilanzen und zur Gewinn- und Verlustrechnung. Darüber hinaus lernen sie wichtige Kennzahlen zur Beurteilung der verschiedenen Unternehmensteilbereiche Finanzen, Absatz, Beschaffung, Konstruktion, Produktion und Personal kennen. Besonderes Gewicht wird auf den Prozessansatz gelegt, da dieser zum Verständnis von Prozessketten, für deren Gestaltung Führungskräfte in hohem Maße verantwortlich sind, dringend notwendig ist. Die Grundlagen der Jahresabschlussanalyse fördern das Verständnis von Ingenieuren für bilanzpolitische Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss.
Zusammen mit den erworbenen Kenntnissen in der Kosten- und Investitionsrechnung entsteht ein solides Fundament zur Bewältigung planerischer und analytischer Fragestellungen mit Schwerpunkt auf das internationale Projektmanagement im Anlagenbau. Im Modul „Nationales und internationales Arbeitsrecht“ werden darüber hinaus Kenntnisse der grundlegenden Rechtsnormen zum Personaleinsatz, insbesondere auf Baustellen und im internationalen Kontext sowie beim Fremdfirmeneinsatz vermittelt.

Modulblock E: Management, Kommunikation, Internationales
Einen besonders wichtigen Bestandteil des Studiengangs bildet die Vermittlung von Managementkompetenzen. Erworbenes Fachwissen muss in einen Kontext eingebunden werden und zu einer umfassenden Handlungsfähigkeit führen, welche die Studierenden zu analytisch-planerischem, strategischem und operativem Vorgehen befähigt. Notwendig dafür ist, dass sie die theoretischen und praktischen Grundlagen für eine professionelle Kommunikation erlernen und befähigt werden, sowohl organisatorische als auch Führungsverantwortung zu übernehmen. Diese Befähigung wird in dem Modul „Managementkompetenz“ erarbeitet.

Das Auslandsengagement international tätiger deutscher Unternehmen führt zwangsläufig zu interkulturellen Begegnungen. Auftretendes beiderseitiges Unverständnis bezüglich kulturbedingter Eigenarten (Führungsstil, Entscheidungsfindung und Argumentationsweise) kann die Kooperation mit Partnern stark behindern. International tätige Manager müssen also ein gesteigertes Bewusstsein für Ausmaß, Umfang und Konsequenzen des eigenen kulturellen Verständnisses im Vergleich zu dem Anderer entwickeln. Ein weiteres Ziel des Moduls ist daher die Entwicklung einer berufsbezogenen interkulturellen Kompetenz, die Verständnis für kulturelle Unterschiede aufbringt, sowie die Vermittlung der in diesem Zusammenhang wichtigen Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Selbstlernkompetenz, Medienkompetenz und Sozialkompetenz beinhaltet.

Weiterhin erlernen die Studierenden in diesem Modulblock fortgeschrittene Methoden des Projektmanagements für eine spezifische Praxisanwendung im Maschinen- und Anlagenbau und erlangen die Befähigung, in interdisziplinären Projekten die wesentlichen Leitlinien und Schnittstellen zu erkennen und die einzelnen inhaltlichen Teilgebiete zu verbinden. Sie erlangen darüber hinaus aufbauendes Wissen zum internationalen Vertragsrecht und zur Abwehr von Claims sowie fundierte Fachkenntnisse zur wirtschaftlichen Bewertung von Projektergebnissen und -kosten.
In einem vertiefenden Wahlpflicht-Modul lernen die Studierenden, Zusammenhänge der Teilbereiche des Baustellenmanagements zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und geeignete Maßnahmen zur Realisierung zu entwickeln. Neben der Bewältigung technischer Anforderungen werden sie in die Lage versetzt, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und versicherungstechnische Aspekte zu berücksichtigen.

Die sprachliche Basis für internationale Projekte und die dafür notwendige Kommunikation bildet in der Regel Englisch. Das Modul „Technical Business Communication“ vermittelt daher den Stu-dierenden ein Sprachvertiefung mit dem Akzent auf technisch-wirtschaftliches Englisch.

Modulblock F: Instandhaltung
Da die Instandhaltung im Kontext des internationalen Maschinen- und Anlagenbaus im Rahmen von Full-Service-Dienstleistungen eine wichtige Rolle spielt, werden in dem Studiengang zusätzlich zwei Wahlpflichtmodule angeboten, die eine Studienvertiefung in diese Richtung ermöglichen.