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Digitale Transformation

Im April 2017 startete im siebten Regelsemester des Verbundstudiengangs B.A. Betriebswirtschaft der Hochschule Bochum ein Team von vier Verbundstudierenden ein internationales Projekt zur Analyse der Digitalisierung im Mittelstand. Ziel des internationalen Projektes ist die Bearbeitung einer realen Aufgabenstellung eines Unternehmens. Hierdurch sollen bislang erworbene theoretische Kenntnisse in der Praxis angewandt werden. „Nachdem sich unser Projektteam zusammengefunden hatte, begann für uns die Suche nach einem Auftraggeber“, erklärt Swenja Schellartz, die als Leiterin der Studierendengruppe das Projekt vorangetrieben hat, „Auf die R.iT GmbH aus Bochum wurden wir aufmerksam, da das Unternehmen seit mehreren Jahren zu den Förderern beim Deutschlandstipendium gehört. Unsere Hoffnung, dass neben finanzieller Unterstützung von Studierenden auch ein spannendes Projektthema angeboten werden kann, bestätigte sich zum Glück.“

Leiterin der Studierendengruppe Swenja Schellarzt
Leiterin der Studierendengruppe Swenja Schellartz

Die Bochumer Unternehmensberatung R.iT GmbH berät zu Themen rund um die digitale Transformation und begleitet seit mehr als 16 Jahren Mittelstandsunternehmen bei der erfolgreichen und ganzheitlichen Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse. Von Projektbeginn an wurde das Studierenden-Team durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der R.iT GmbH unterstützt. Auf die erste Kontaktaufnahme folgten umgehend eine positive Rückmeldung sowie ein Kennenlern-Termin. Dadurch wurde auch schnell das Ziel der Projektarbeit klar: Über eine Online-Befragung sollte herausgefunden werden, wie kleine und mittlere Unternehmen das Thema Digitalisierung bewerten. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Deutschland gemäß diverser Untersuchungen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich Nachholbedarf hat, wurde analysiert, inwiefern deutsche Unternehmen Potenziale nicht wahrnehmen bzw. welche Hemmnisse vorhanden sind.In einem späteren Kick-Off- Termin wurde das Ziel weiter konkretisiert hinsichtlich des Einflusses der Region oder des Unternehmensalters auf die Einstellung gegenüber der Digitalisierung und schließlich auf welchen Unternehmensebenen Digitalisierungsentscheidungen getroffen werden.

„Das Projekt ist generell sehr praxisorientiert angelegt und findet in der Regel in einem Unternehmen der berufsbegleitend studierenden Kommilitonen statt“, erläutert Professor Dr.-Ing. Michael Toth, der verantwortlich für die Durchführung in diesem Verbundstudiengang ist, „Es sollte zudem möglichst eine internationale Fragestellung beantworten. Dabei können Sachverhalte aus Logistik, Marketing, Rechnungswesen oder anderen Bereichen untersucht werden. Wir haben das Internationale Projekt nun zum zweiten Mal mit unseren Studierenden durchgeführt und seitens der Studierenden und der Unternehmen eine sehr positive Resonanz erhalten.“

Das Projekt wurde Ende August 2017 erfolgreich abgeschlossen. Über die onlinegestützte Befragung wurde eruiert, wie Unternehmen das Thema Digitalisierung bewerten. Hierzu betrachteten die Studierenden die Angaben der Teilnehmer zum bereits vorhandenen Digitalisierungsstand sowie die Einschätzung der Potenziale und Hemmnisse der Digitalisierung. „Der erste Teil des Projektauftrags umfasste die Fragestellung, ob regionale Unterschiede feststellbar sind“, beschreibt Swenja Schellartz die Vorgehensweise, „Hier fokussierten wir uns in der Auswertung auf die Regionen Rheinland und Ruhrgebiet. Von den Teilnehmern sahen die Unternehmen aus dem Rheinland bei der Digitalisierung ein größeres Potenzial. Zudem befanden sie sich häufig schon in höheren Digitalisierungsstufen als die Wettbewerber aus dem Ruhrgebiet.“ Im zweiten Teil wurde das Unternehmensalter untersucht. Dabei wurden Unternehmen, die jünger als 20 Jahre sind, mit denen, die bereits länger am Markt aktiv sind, verglichen. Hier waren deutlich mehr junge Unternehmen in den unteren Digitalisierungsstufen vertreten. Zudem wurden Hemmnisse gegenüber Digitalisierungsmaßnahmen von den jungen Unternehmungen auch höher bewertet. Der dritte und letzte Schwerpunkt sollte darstellen, auf welcher Unternehmensebene Digitalisierungsentscheidungen getroffen werden. Bei der Auswertung war bei zunehmender Unternehmensgröße eine Verschiebung der Verantwortung von der Geschäftsführung hin zum Leiter der IT-Abteilung feststellbar.

„Das Projekt gestaltete sich zu Beginn sehr herausfordernd, da sich deutliche Unterschiede zwischen Theorie und Unternehmensrealität zeigten und es erhöhten Abstimmungsbedarf gab“, resümiert Dr. Matthias Parlings, der als Projektleiter „Digital in NRW“ am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund tätig ist und dem Studierenden-Team als Betreuer während der gesamten Zeit zur Seite stand, „so unterstützte die R.iT GmbH unsere Studierenden doch sehr professionell und stand bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Wir danken den Studierenden und den Ansprechpartnern bei der R.iT für die erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Mehr über den Verbundstudiengang B.A. Betriebswirtschaft an der Hochschule Bochum, die Inhalte und Zulassungsvoraussetzungen erfahren Sie hier.