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„Green Motion“

Anfang September, also gleich zu Beginn des Wintersemesters, startete eine gemeinsame Gruppe aus Verbundstudierenden des 2. und 4. Semesters des Verbundstudiengangs MBA Technische Betriebswirtschaft der FH Bielefeld eine Exkursion nach Leipzig. Ziel der Busreise war es, live vor Ort mehr über die aktuellen „grünen“, technologischen Entwicklungen in der Automotive Industry zu erfahren.

Unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Uphaus und Professor Dr. Jürgen Schneider sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dipl.-Betriebsw. (FH) Anja Kruschel standen für 23 MBA-Studierende an drei Tagen interessante Betriebsbesichtigungen bei namhaften Automobilzulieferern und dem Premiummarkenhersteller BMW auf dem Programm. Abgerundet wurde die Reise mit einigen kulturellen Highlights und Einblicken in die alte Bach-Stadt.

Schon auf dem Weg nach Leipzig wartete als erster Stopp die Besichtigung des ContiLiveCycle-Werks in Hannover Stöcken auf die Gruppe. Dieses bislang weltweit einzigartige Werk nimmt mit seinem integrierten Ansatz aus Heiß- und Kaltrunderneuerung für LKW- und Busreifen sowie einer eigens entwickelten Gummirecycling-Anlage im Industriemaßstab eine Vorreiterrolle ein.

Die von Continental entwickelte Technologie wurde vom Umweltinnovationsprogramm des deutschen Bundesumweltministeriums gefördert. Unter fachkundiger Leitung des Plant Managers konnten die Studierenden den Produktionsprozess von der Karkasse bis zum runderneuerten Reifen verfolgen. „Wir erhielten darüber hinaus auch Einblicke in unterschiedliche Teilbereiche der F&E-Abteilung bei Conti und konnten uns z.B. das Special Lab, die Noise Vibration Harshness, Durability & Wear Indoor und Hand Cut Tyres ansehen“, fasst Anja Kruschel begeistert den Besuch in Hannover zusammen.

Nach der Ankunft in Leipzig ging es gleich zur Stärkung in den historischen „Auerbachs Keller“, wo sich die Gruppe im Herzen der Altstadt kulinarisch verwöhnen ließ. Doch damit nicht genug stand am Ende des ersten Tages noch eine DHL Express-Nachttour am Flughafen Halle-Leipzig auf dem Programm. „Das Besondere an dieser Besichtigung war, dass die Kernarbeitszeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dort von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr geht“, erklärt Professor Dr. Andreas Uphaus, „außerdem gibt es hier auch für Angestellte Sicherheitschecks wie bei Antritt eines Fluges, sehr außergewöhnlich.“ Auf zwei Millionen Quadratmetern Brachland zwischen Leipzig und Halle entstand innerhalb von drei Jahren Europas modernster Umschlagplatz für die Luftfracht mit Deutschlands größter Verteil- und Sortieranlage für Pakete und Dokumente. Die stündliche Leistung der Sortierstraße beträgt rund 100.000 Sendungen pro Stunde. Rund 60 Flugzeuge aus aller Welt treffen sich jede Werknacht am Frachtknotenpunkt.

Am nächsten Morgen ging es gleich weiter zum BMW-Werk Leipzig. Gemäß des Exkursionsmottos „Green Motion“ konnten die Studierenden hier die erst im Herbst 2013 bzw. Anfang 2014 angelaufene Serienfertigung der elektrisch angetrieben BMW-Modelle i3 und i8 (Plug-in-Hybrid-Sportwagen mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor) aus nächster Nähe miterleben. „Vor allem der i8 hatte es meiner ja ausschließlich männlichen Exkursionsgruppe sehr angetan“, bemerkt Anja Kruschel schmunzelnd.

Nach dem interessanten Besuch bei BMW in Leipzig ging es noch weiter nach Zwickau, wo die Gruppe mit einiger Verspätung das Werk von Johnson Controls (JCI) erreichte, das weltweit Größte für sogenannte Absorbent Glass Mat (AGM) – Batterien. Ausgestattet mit Schutzkittel, Schutzbrille und Handschuhen ging es nun richtig nah an die Fertigungslinie. Gestartet wurde bei den Bleigussöfen über die Bleimühle entlang des Produktionsprozesses bis hin zu den Pastieranlagen und den hoch automatisierten Pack- und Füllanlagen. „Wir erfuhren dort, dass das Werk auf Grund der energieintensiven Schmelzprozesse und des hohen Energiebedarfs beim erstmaligen Aufladen der Batterien ¼ des gesamten Stroms der Stadt Zwickau verbraucht“, merkt Professor Dr. Jürgen Schneider beeindruckt an.

Unter Anleitung des Personal- und Produktionsleiters bekamen die Studierenden auch in der anschließenden Präsentation noch einmal die zukünftigen Entwicklungen in der Batteriefertigung im Automotive Segment aufgezeigt, bevor sich die Gruppe schließlich wieder auf den Heimweg nach Bielefeld machte.