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Herausragende wissenschaftliche Leistung

Im Rahmen des ersten „OC|Digital Day“ wurden an der TH Köln am Campus Gummersbach drei Innovationspreise verliehen. Den ersten, mit € 2.000 dotierten Preis erhielt der Verbundstudium-Absolvent des M.Sc. Web Science Cagdas Cumhur Ünlüer für seine besonders innovative und zukunftsträchtige Master-Arbeit.

Der 34-Jährige aus Essen entwickelte in seiner Master-Arbeit mit dem Titel „Characteristics for intelligent food packages and Internet of Things solutions based on conditions for food waste in Germany“ ein Konzept, das der Lebensmittelverschwendung Einhalt gebieten soll. Seine Idee: Im „Internet of Things“ sollen Verpackungen von Nahrungsmitteln und Küchengeräte, wie zum Beispiel der Kühlschrank, miteinander kommunizieren. In seiner Ausarbeitung betrachtete er dabei nicht nur technologische Aspekte und Trends, sondern ging auch auf ökonomische, rechtliche, soziale und umweltrelevante Auswirkungen ein. Die Master-Thesis wurde von Professor Dr. Jan Karpe (Erstgutachter) und Professor Dr. Stefan Karsch (Zweitgutachter) betreut.

In einem Interview erzählt Cagdas Cumhur Ünlüer über sein Studium und die Inhalte seiner Arbeit.

Herr Ünlüer, wie sind Sie darauf gekommen, den Verbundstudiengang M.Sc. Web Science zu beginnen?

Aus der klassischen IT kommend wollte ich mich weiter entwickeln und bin dabei auf das Thema Web Science gestoßen. Zunächst dachte ich, dass es ein sehr technisches Studium wird, das ausschließlich die Internetgestaltung betrifft. Doch Web Science ist viel mehr, die Studieninhalte sind interdisziplinär. Neben den technischen Aspekten des Internets lernten wir viel über Psychologie, soziologische Auswirkungen, Marketing und das Thema Design. Web Science ist eine Wissenschaft, in der erforscht wird, wie das Internet eingesetzt werden kann und welche Auswirkungen es hat, wie z.B. bei den bekannten „Fake-News“ auf die Gesellschaft.  

Wie sind Sie bei Ihrer Master-Arbeit vorgegangen?

Ich wollte untersuchen, wie wir von der Meta-Ebene aus und politisch betrachtet die Verwendung der Lebensmittel in Deutschland verbessern können. Auf der Mikroebene bedeutet das: Wie können wir auf Reseller-Ebene Verbesserungen umsetzen, damit Lebensmittel weniger verschwendet werden? Hierzu habe ich im Rahmen meiner Master-Arbeit eine Befragung in 80 Haushalten und Unternehmen durchgeführt und die Gewohnheiten der Menschen abgefragt.

Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?

An der Digitalisierung kommen wir auch in diesem Lebensbereich nicht vorbei. Doch bei aller Kreativität und Innovation, die ich mit meinem Konzept entwickelt habe, muss ich doch feststellen, dass wir auf das Tun der Regierung angewiesen sind. Wenn wir uns weiter entwickeln wollen, müssen Restriktionen gelöst und einheitliche Standards geschaffen werden, um intelligente Nahrungsmittelverpackungen produzieren und anbieten zu können. Bekannte Unternehmen forschen bereits in dem Bereich, denn leider reicht es nicht, einfach eine App zu programmieren.

Was hat Ihnen an Ihrem Web Science-Verbundstudium besonders gut gefallen?

Sehr interessant war das Studienkonzept, denn unser Verbundstudium ist ein reines Online-Studium. Wir mussten lediglich zweimal im Semester nach Köln kommen, zu Semesterbeginn zur Einführung und am Ende zu den Klausuren. So war es auch für meine Kommilitonen aus Moskau, Australien oder Großbritannien möglich, das Studium aufzunehmen.

Es war international, das hat den Horizont extrem erweitert. Auch wenn der Arbeitsaufwand mit 15 bis 20 Stunden pro Woche und den Online-Präsenzen am Abend teilweise anstrengend war, ich bin sehr zufrieden mit meinem Studium! Und kann es sehr empfehlen, weil es spannend und zukunftsorientiert ist und die Digitalisierung unterstützt!

Herzlichen Dank, Herr Ünlüer, für das interessante Gespräch! Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und viel Spaß!



Foto: Cagdas Cumhur Ünlüer