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Menschen und Digitalisierung

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Instituts für Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Münster nutzten insgesamt 25 Verbundstudierende und Interessierte die Möglichkeit, sich live vor Ort bei der Tobit Software AG ein Bild über die voranschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen zu machen. Am Standort in Ahaus entwickeln und vertreiben rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innovative Software-Lösungen für unterschiedliche Plattformen und Zielgruppen – und das weltweit.

Die „City of Infotainment“, wie das über 20.000 m² große Firmenareal des Softwareherstellers genannt wird, verfügt über ein Dutzend unterschiedlichster Locations, in denen die modernsten Technologien erlebbar gemacht werden. So kann das Atrium des Gebäudes, das mit einer 16 x 4 Meter großen, hochauflösenden Leinwand ausgestattet ist, auch mal in einen Ort zum Public Viewing oder einen Festsaal für Hochzeiten verwandelt werden. Darüber hinaus gibt es ein Restaurant, eine Disco und ein Hotel, wo Tagungen, Konzerte, Schulungen, Kongresse und Feiern stattfinden können.

„Alles, was man hier sieht, ist im Grunde ein großer Spielplatz“, erklärt Markus Hartmann, der im Bereich Marketing & Communications der Tobit Software AG arbeitet. Er führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Firmengebäude, in dem überall mit selbst entwickelten Apps bestellt, bezahlt und gesteuert wird. Wer also kein Smartphone hat, kann nicht bei Tobit einchecken und übernachten!

Weltweit setzen Unternehmen, Vereine und Communities Software von Tobit ein, besonders die Kommunikationsplattform David, eine Software für kleine und mittlere Unternehmen. Darüber hinaus gibt es weitere Software-Lösungen, die teilweise sogar kostenfrei angeboten werden. Dazu zählt z.B. Chayns, eine Art Content Management System, das mehrere Portale und Systeme miteinander synchronisieren kann und dadurch Arbeit erspart.

Masterstudentin Fabia Hildebrand gefiel der Vernetzungsgedanke der Softwareprodukte besonders: „Ich finde es gut, dass Tobit bei der Produktentwicklung auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der KMU eingeht. Die großen Unternehmen haben ja eigene Abteilungen, die sich um das Marketing kümmern. Bei kleineren Firmen ist eine Software wie Chayns, die zudem noch umsonst ist, viel wert.“

In den Laboratorien von Tobit arbeiten die Entwickler nahezu rund um die Uhr an den Apps. „Das sind richtige Nerds“, sagte Hartmann schmunzelnd, „die schweißen und hämmern und basteln im Labor. Die sind wahnsinnig, die Jungs!“ Die Besucherinnen und Besucher konnten sich im Labor die Arbeit der 3D-Drucker genauer ansehen. Hier werden beispielsweise die eigenen Handyhalterungen selbst gedruckt, anstatt sie zu kaufen. „Das ist Software, wir experimentieren und bringen uns das selbst bei“, sagt Dieter van Acken, Manager Public Relations bei Tobit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Tobit erhalten viele Freiheiten, durch trial and error probieren sie so lange Lösungsmöglichkeiten aus, bis sie das gewünschte Ziel erreicht haben. „Letztlich muss einfach nur das Ergebnis stimmen. Uns interessieren eigentlich nur die Einsen und Nullen!“ fügt Hartmann hinzu.

Nach dem Besuch der Laboratorien ging es für die Gruppe noch zur Smart Home-Area. Per Funk führt dort der digitale Smart Home-Assistent Sprachbefehle aus, wie z.B. die Regelung der Temperatur im gesamten Haus oder die Dämmung des Lichtes. Tobit-Vorstandsvorsitzender Tobias Groten hat sein privates Haus bereits mit zahlreichen Smart Home-Apps ausgerüstet. Viel diskutiert wurden in diesem Zusammenhang auch der Datenschutz und die Gefahr durch mögliche Hacker-Angriffe. „Wenn das einer schafft, die Software zu knacken und dort einzubrechen, den stellen wir gleich ein!“, erwidert Hartmann selbstbewusst.

Zum Schluss der Firmenbesichtigung ging es noch für einen kurzen Abstecher in den Bereich der Virtual Reality. „Das hat echt viel Spaß gemacht, die bislang beste VR-Brille, die ich ausprobiert habe,“ sagt Henrik van Düllen, Masterstudent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische Betriebswirtschaft, „für viele war es das erste Mal, denn wie häufig hat man schon die Möglichkeit, in die Virtual Reality einzutauchen.“ Anschließend gab es eine Stärkung im firmeneigenen Restaurant, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Veranstaltung bei gutem Wetter im Freien ausklingen ließen und angeregt austauschten, wie sich die Digitalisierung weiter auf ihren eigenen Lebensbereich auswirken wird.

Fotos: Katharina Urbaniak, FH Münster