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Mit Leidenschaft für Kinder

Zu Beginn ihrer Karriere startete Tina Reers ein Studium der Sozialpädagogik. Schnell merkte sie, dass sie damit breit aufgestellt sein und doch für ihren Geschmack zu wenig über die frühkindliche Erziehung und Entwicklung von jungen Kindern lernen würde. So beendete sie ihr Studium bereits nach dem ersten Semester und begann eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin an einer Fachschule. Es folgten über 20 Jahre Arbeit bei der AWO in Kindertagesstätten. Zur persönlichen Weiterentwicklung und auch weiteren Qualifizierung kamen die Ausbildungen zur Heilpädagogin und schließlich zur MarteMeo-Therapeutin hinzu, bei der die Arbeit mit Eltern und Kindern auf der Verhaltensebene durch Videoaufzeichnungen unterstützt wird. „Ich liebe meine Arbeit mit Kindern“, erklärt B.A. Frühpädagogik Tina Reers, „doch irgendwie hat mich immer gestört, dass ich in meinem Fachbereich nicht noch mehr lernen und auf wissenschaftlicher Ebene spezifischer in die Tiefe gehen konnte. Da war es für mich – ich wohne in Menden und arbeite in Iserlohn – ein absoluter Glücksfall, als die Fachhochschule in Soest zum Wintersemester 2011/2012 den Bachelor-Verbundstudiengang Frühpädagogik erstmalig und dann noch berufsbegleitend angeboten hat. Ich habe mich gleich eingeschrieben.“ Neuere Erkenntnisse aus der Forschung zu frühkindlichen Lern- und Bildungsprozessen und das durch Rechtsansprüche massiv erhöhte Betreuungsangebot haben in den letzten Jahren den Aufgabenbereich für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen stark beeinflusst und stellen diese vor neue Herausforderungen. Um diesen komplexen Anforderungen gerecht werden zu können, eröffnet der Bachelorstudiengang Frühpädagogik den Studierenden eine akademische Ausbildung, die sie entsprechend für die Arbeit mit jungen Kindern qualifiziert. Auf der Basis elementardidaktischer und humanwissenschaftlicher Grundlagen werden Kenntnisse zur Entwicklungsförderung im frühen Kindesalter vermittelt. Über die klassischen frühpädagogischen Inhalte hinaus erwerben die Studierenden auch natur- und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse sowie Kompetenzen im Bereich des Projekt-, Qualitäts- und Sozialmanagements, wodurch sie sich für Führungsaufgaben in frühpädagogischen Einrichtungen qualifizieren.

Tina Reers

Bildquelle: fotowerk Menden – Stefanie Rothenspiele

„Das Studium fordert viel Zeit und Engagement, uns wurde wirklich nichts geschenkt. Man muss sich sehr gut organisieren und diszipliniert sein, um das Lernen neben einem Job überhaupt zu schaffen“, erinnert sich Tina Reers, „oft hat das Lernen auch genervt, es gab ganz schöne Durststrecken, man muss für die Prüfungen ziemlich büffeln, doch unterm Strich hat sich’s aber mehr als gelohnt.“ Zunächst war es nicht einfach, eine Stelle innerhalb der AWO für ihre nun höhere Qualifizierung zu finden. Doch hier hatte Tina Reers Glück: Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde unmittelbar nach ihrem Abschluss das Bundesprogramm „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ins Leben gerufen, in dem sie nun als Fachberaterin für Sprach-Kitas tätig ist. „Als Fachberaterin begleite ich 21 Kitas in unserem Gebiet auf ihrem Weg zu einer Sprach-Kita. Dazu führe ich regelmäßig Beratungsgespräche mit ihnen durch, formuliere Zielsetzungen und besuche sie alle sechs bis zehn Wochen vor Ort. Das macht mir total viel Spaß, denn ich kann meine beruflichen Erfahrungen mit meinem im Studium erworbenen Wissen kombinieren“, berichtet die Absolventin glücklich, „die Inhalte des Studiums zur sprachlichen Bildung, zur inklusiven Pädagogik und zur Zusammenarbeit mit Familien kann ich in diesem Programm sogar 1:1 umsetzen. Gerade im Bereich der Sprachbildung und-förderung ist Professorin Briedigkeit herausragend, davon profitiere ich sehr. Für mich persönlich ist es ganz wunderbar, das Gelernte so in der Praxis einsetzen zu können, wirklich noch einmal eine Belohnung für die ganzen Mühen.“

Und ohne ihr Studium wäre B.A. Frühpädagogik Tina Reers auch nicht an ihre neue Herausforderung gekommen, die ab dem 1. August 2017 auf sie wartet. Dann wird sie stellvertretende Betriebsleiterin für Kinder, Jugend und Familie bei der AWO und sich völlig neuen Aufgaben stellen. „In meinem neuen Tätigkeitsfeld ab August werde ich viel mit Personalplanung und Qualitätsmanagement zu tun haben“, freut sie sich, „dann kann ich meine Recherchen und Ergebnisse aus meiner Bachelor-Arbeit, in der ich mich mit Verfügungszeiten von Erzieherinnen und Erziehern im Vergleich zur Realität beschäftigt habe, einbringen und vielleicht einige Dinge zum Wohle meiner Kolleginnen und Kollegen und natürlich der Kinder und Familien verändern.“  Ihr jetziges Büro in einer Kita wird sie übrigens behalten, um auch zukünftig in ihrem neuen Aufgabengebiet den Kontakt zu den Jüngsten zu behalten.

Übrigens:

Ab dem kommenden Wintersemester 2017/2018 steht der B.A. Frühpädagogik nicht nur Erzieherinnen und Erziehern, sondern allen Bewerberinnen und Bewerbern offen. Ziel der Öffnung des Verbundstudiengangs auch für „pädagogisch nicht Vorgebildete“ ist es, Quer- und Seiteneinsteigern den Eintritt in das attraktive Berufsfeld der Frühpädagogik zu eröffnen. Nähere Informationen zu den einzelnen Modulen, dem Studienverlaufsplan und den AnsprechpartnerInnen für eine Fachberatung finden Sie hier. Eine Bewerbung für das kommende Wintersemester ist noch bis zum 15. Juli 2017 möglich.