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Muito Obrigado Brasil!

Am 8. November 2017 ging es für eine 25-köpfige Gruppe der HS Bochum und FH Südwestfalen, bestehend aus 17 Verbundstudierenden Wirtschaftsingenieurwesen, vier MBA-lern Technische Betriebswirtschaft, einem Alumni und drei Betreuern nach Brasilien.


Exkursionsteilnehmer bei Bosch Brasil in Campinas

Am ersten Tag der insgesamt 8-tägigen Exkursion mit einem Programm voller Highlights ging es zu Bosch Brasil in Campinas. Gut 100 km von Sao Paulo entfernt werden dort am Standort die Flex-Fuel-Systeme produziert, für die das Unternehmen Bosch bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Für einen Exkursionsteilnehmer war der Besuch bei Bosch wie ein Nachhause kommen. Professor Dr. Klaus Thunig hat 10 Jahre in Brasilien gelebt und bei Bosch als Vice President gearbeitet, bevor er an der FH Südwestfalen als Lehrender im Fachbereich Technische Betriebswirtschaft anfing. Eine Werksstudentin aus München stellte den Verbundstudierenden ihr Projekt vor. „Mit der Flex-Fuel-Motorsteuerung kann der Kraftstoff identifiziert und entsprechend angepasst werden hin bis zu reinem Ethanol“, erklärt Professor Dr. Thunig die Bosch-Produkte.

Der zweite Tag führte die Gruppe zunächst zur Firma CD Wälzholz, die mit Hauptsitz in Hagen das Tochterunternehmen Brasmetal Waelzholz in Sao Paulo betreibt und dort kaltgewalzten Bandstahl in unvergüteter, durchlaufvergüteter oder oberflächenveredelter Ausführung herstellt. Die Gruppe wurde dort ebenfalls herzlich von Geschäftsführer Andreas Reil in Empfang genommen. Für ihn war es ein ganz besonderes Wiedersehen: Im Jahr 2007 hat er das Verbundstudium Betriebswirtschaft/Studienrichtung Wirtschaftsrecht erfolgreich in Hagen abgeschlossen und arbeitet seit 2015 als Standortmanager in Brasilien.

Am nächsten Morgen ging es gleich in der Früh zum ganztägigen Ausflug in den Nationalpark zu den berühmten Iguazú-Wasserfällen, die im Jahr 1984 zum Weltnaturerbe erklärt wurden und die breitesten Wasserfälle der Welt sind. Hierbei wurde zunächst die brasilianische und anschließend die argentinische Seite bestaunt. Ausgerüstet mit Schwimmweste und wasserdichem Beutel für die Utensilien tauchte die Gruppe - ohne sonstigen Nässeschutz - im Speedboat in die Wasserfälle ein. „Das war total genial“, erinnert sich Jörg Höppner schmunzelnd, „ein Riesenspaß und auch sehr beeindruckend! Zum Glück war es warm, denn alle waren hinterher pitschnass.“

Zusätzlich konnte die Gruppe spontan den Itaipu-Staudamm inkl. Wasserkraftwerk besichtigen. „Das war ein unglaubliches Erlebnis, vor allem weil wir so ein Glück hatten, da der Trip erst gar nicht geplant war“, erzählt Verbundstudent Waldemar Niedziella  begeistert, „wir haben dort ganz spontan den größten Staudamm der Welt, was die Energieproduktion angeht, an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay besichtigt! Der Damm ist absolut sehenswert, wegen der beeindruckenden Größe und seiner 20 riesigen  Turbinen. Der Staudamm liefert eine Energie von etwa 100 Terrawattstunden pro Jahr, wo hingegen das größte Kernkraftwerk Deutschlands auf etwa 12 Terrawattstunden kommt.

Weiter stand ein Besuch der Hochschule CEFET in Rio de Janeiro auf dem Programm. Die Verbundstudierenden und ihre Begleiter wurden dort von Doktoranden empfangen, die im Rahmen einer Präsentation von ihren Projekten berichteten. Vier Studenten stellten einen interessanten Wissenschaftswettbewerb vor, der zu einem angeregten Austausch zwischen den Studierenden führte. Zudem konnte die Reisegruppe das Hochschulgelände und die Labore besichtigen. „Die Chemie zwischen den brasilianischen Professoren und Studenten und unserer Exkursionsgruppe war außergewöhnlich gut“, resümiert Professor Dr. Thunig, „und es wurden spontan erste Gespräche zu einer Hochschulpartnerschaft geführt!“

Im Anschluss an den Campus-Besuch ging es weiter zum deutschen Konsulat. Dort empfing der Generalkonsul Klaus Zillikens die Gruppe, erklärte wichtige Aspekte zum Leben in Brasilien und beantwortete zahlreiche Fragen. „Spannend war, als er erzählte, dass jeder, dem in Brasilien etwas passiert, vom Konsulat unterstützt wird, ganz gleich ob er fahrlässig gehandelt hat oder einfach nur Pech hatte“, schildert Verbundstudentin Eveline Stolarski  ihre Eindrücke, „wir wurden umfangreich über die Gefahren vor allem in den Städten informiert.“

Schließlich saßen alle Gruppenmitglieder gesund, munter und pünktlich nach einer aufregenden und faszinierenden Reise wieder im Flugzeug nach Deutschland!