Verbundstudium für

Verbundstudien-Angebot

 

Studienberatung

Informationen

Verbundstudium online

 

Home » Presse » Verbundstudium meets Silicon Valley

Verbundstudium meets Silicon Valley

Internationalität ist für die Fachhochschule Südwestfalen und die Hochschule Bochum im Zeitalter der Globalisierung ein wichtiges Element auch im Verbundstudium. Wie seit vielen Jahren führte der Verbundstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen auch in diesem Wintersemester eine Exkursion ins Ausland durch. Vom 3. bis 13. Oktober 2015 ging es für 22 Studentinnen und Studenten 10 Tage in die USA, genauer gesagt in die sonnigen Bundesstaaten Kalifornien, Nevada und Arizona. Begleitet wurde die Gruppe von Professor Dr.-Ing. Hermann Johannes, Dipl.-Ing. Jörg Höppner und Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Dipl.-Wirt.-Inf. (FH) Serdar Kutlu, die alle drei im Verbundstudium aktiv sind und das umfangreiche Programm zusammengestellt und organisiert hatten.

Zur Vorbereitung mussten auch die Verbundstudierenden ihren Teil beitragen: Jeder Teilnehmer sollte ein Seminarthema zu „betriebswirtschaftlichen oder technologischen Themen“ ausarbeiten und vortragen, das im Zusammenhang mit dieser Reise stand.

Von Düsseldorf über London ging es mit dem Flugzeug zur ersten Station der Reise: San Francisco, der Stadt mit der weltberühmten Golden Gate-Bridge. „Für uns und die Studierenden war es ein großartiges Erlebnis, schon beim Landeanflug diese herrliche Stadt von oben zu sehen“, schwärmt Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Dipl.-Wirt.-Inf. (FH) Serdar Kutlu, für den es die erste Teilnahme an einer Verbundstudium-Exkursion war. Von San Francisco aus wurden an mehreren Tagen hintereinander einige namhafte Firmen im Silicon Valley mit dem Bus besucht.

Der erste Werksbesuch führte die Gruppe zum Unternehmen NetApp, einem Hersteller von Speichersystemen, wo allen Teilnehmern in einem Konferenzsaal das Unternehmen und deren Technologien nähergebracht wurden. Anschließend fand dann die Besichtigung u.a. eines sog. Data-Centers statt, wo Daten in einer Größenordnung von mehreren Exabytes ausfallsicher gespeichert werden.

Weiter ging es dann zum Datenbank-Hersteller Oracle. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer-Hardware und -Software für Unternehmenskunden und zählt damit zu den größten Softwareherstellern weltweit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden freundlich empfangen und über den imposanten Firmenkomplex geführt. Sie bekamen im Rahmen diverser Vorträge veranschaulicht, wo Oracle sich in seiner Forschung- und Entwicklungsausrichtung platziert. Als Schwerpunkt der zukünftigen Ausrichtung stellte sich das Themenfeld "Big-Data" heraus.

Schließlich stand als absolutes Highlight der Besuch des allseits bekannten Suchmaschinenbetreiber Google mit Sitz in Mountain View auf dem Programm. Google selbst beschreibt das eigene Bestreben darin, „die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nützlich zu machen.“ Und genau das konnte die Gruppe neben den Themenfeldern "virtual Reality" und "Streetview" dort auch erleben: In vielen Einheiten wird an der permanenten Verbesserung der Algorithmen gearbeitet, kreativ entwickelt, damit Neues entsteht. „Man kann sich fast nicht vorstellen, wie anders hier gearbeitet wird“, reflektiert Dipl.-Ing. Jörg Höppner das Gesehene, „Überall finden Gruppendiskussionen statt, die Mitarbeiter haben verschiedene Möglichkeiten zur Entspannung, es herrscht eine insgesamt sehr offene, lockere und motivierende Atmosphäre.“

Nach dem beeindruckenden Erlebnis bei Google fuhren die Verbundstudierenden mit ihren Begleitern weiter zur sog. Denkfabrik des Silicon Valley, der Stanford University, einer der forschungsstärksten und renommiertesten Universitäten der Welt. Seit ihrer Gründung wurden 30 Fakultätsangehörige mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Hier wird eine ausgeprägte Kultur des innovativen Unternehmertums vorgelebt und gefördert, was sich wiederum sehr positiv auf die Firmen im Silicon Valley auswirkt.

Mit einem zweistündigen Besuch beim deutschen Generalkonsulat verabschiedete sich die Exkursionsgruppe schließlich aus San Francisco, um die große Rundreise durch die wunderschönen Nationalparks Yosemite und Sequoia bis zur Metropole Las Vegas anzutreten.

Auf diesem Teilstück der Reise erlebten alle nicht nur eine atemberaubend schöne Natur, sondern auch den Besuch eines universitären Weingutes der California State University.

Die unterschiedlichen Ziele, die von Las Vegas aus angereist wurden, gaben den Exkursionsteilnehmern Einblicke in die Dimensionen, mit denen die USA ihren Energiebedarf abdecken: So konnten die Studierenden das Kern River Oilfield in Bakersfield, eines der größten Ölfelder der USA, oder das Solar Electric Generating System in Ivanpah sehen, das das größte Sonnenkraftwerk der Welt ist.

Zudem besuchte die Gruppe den für die Versorgung der Großstadt essenziellen Hoover Dam. Eine Führung in das Innere des Kraftwerkes sowie die Begehung des Dammes vermittelten einen Eindruck über die unglaubliche Größe dieses Bauwerkes. Das Absperrbauwerk staut den Colorado River auf, wodurch ein See mit einem Speicherinhalt von rund 35 Milliarden Kubikmetern entsteht, der somit der größte Stausee der USA ist.

Das letzte Teilstück der Tour führte zum beeindruckenden Grand Canyon, der steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Damit gehört der Grand Canyon zu den großen Naturwundern unserer Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

Der Ausflug zum Grand Canyon bildete den Schlusspunkt einer Exkursion mit vielen Superlativen, anschließend trat die Gruppe ex Phoenix die Heimreise an. Auch wenn die Verbundstudierenden nicht unerhebliche finanzielle Mittel für diese Reise aufbringen mussten, waren sich hinterher doch alle einig: „Es war eine unfassbar tolle Reise mit unvergesslichen Erlebnissen, vor allem oder gerade wegen unserer Situation als Verbundstudierende.“