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Verbundstudium wächst weiter

Zum Wintersemester 2017/2018 startet an der Fachhochschule Südwestfalen, Campus Soest, der neue, ingenieurwissenschaftliche Verbundstudiengang B.Eng. Wirtschaftingenieurwesen – Maschinenbau. Professor Dr.-Ing. Thorsten Frank, Prodekan des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik, stellt das neue Studienangebot vor, das er gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen am Standort Soest entwickelt hat und einführen wird.


Bildquelle Porträtfoto: Fotograf Herbert Köpplinger

Herr Professor Dr.-Ing. Frank, bevor wir mit der Vorstellung Ihres neuen Verbundstudiengangs starten, stellen Sie sich bitte einfach kurz selbst vor, damit unsere Leserinnen und Leser mehr über Sie erfahren!

Sehr gern! Nach meinem Maschinenbaustudium und Promotion an der technischen Hochschule Karlsruhe hatte ich die Möglichkeit bei der stark wachsenden, mittelständischen Freudenberg Gruppe in Weinheim als Assistent des Vorstands mein Wissen einzubringen. Viele von Ihnen kennen vielleicht die Marke Vileda im Bereich der Haushaltsprodukte, sie gehört zum umfangreichen Unternehmensportfolio. Dort war ich schließlich verantwortlich für den Aufbau des Unternehmens Freudenberg NOK Mechatronics. Ziel des Unternehmens war die Entwicklung von Leiterplatten, als Verdrahtungsersatz im Automobil, wie beispielsweise heute in LED-Rückleuchten, was mir große Freude und umfassende Erfahrungen beschert hat.

Der nächste Karriereschritt führte mich dann nach Westfalen zur Hella KGaA Hueck & Co., wo ich für die gesamte Produktion von Rückleuchten für die Kleinserie wie beispielsweise Caravan oder Bus zuständig war. Zu der Business Einheit in Lippstadt gehörte vor allem ein Produktionswerk in Finnland mit einer Vielzahl von Kunststoffspritzanlagen. Vor sechs Jahren dann folgte ich dem Ruf hier an die Fachhochschule Südwestfalen in Soest und lehre nun mit großer Leidenschaft im Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik im Bereich der Produktion. Einen weiterbildenden Master-Verbundstudiengang konnte ich schon mit etablieren, vor vier Jahren den M.Eng. Technik- und Unternehmensmanagement. Und jetzt freue ich mich sehr auf den Start des neuen Bachelor-Verbundstudiengangs!

Was war denn Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses neuen Verbundstudiengangs?

An unserem Fachhochschulstandort in Hagen gibt es bereits seit längerem einen sehr erfolgreich den Verbundstudiengang B.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen. Solch ein Angebot, berufsbegleitend zu studieren, gab es in Soest bislang nicht. Für unsere Klientel hauptsächlich in der Industrie und im Mittelstand haben wir damit ein attraktives Weiterbildungsmodell geschaffen und können somit die regionale Lücke schließen, da Hagen für unsere Studierenden einfach zu weit weg ist.

Wer sind denn die Zielgruppen, die Sie mit diesem Angebot erreichen möchten?

Ganz konkret richtet sich unser neuer Verbundstudiengang B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen – Maschinenbau an Menschen mit technischer oder kaufmännischer Ausbildung, die regional rund um Soest verwurzelt sind, sich weiter qualifizieren und somit die nächste Karrierestufe erreichen wollen.

In welcher Form unterscheidet sich Ihr Studiengang zum reinen Wirtschaftsingenieurwesen-Verbundstudium?

Ich denke, dass die Hagener Konzeption stärker wirtschaftlich geprägt ist und bei uns die Technik eine größere Rolle spielt. Wissen Sie, hier bei uns am Campus Soest ist der neue Verbundstudiengang ja auch im Fachbereich Maschinenbau – Automatisierungstechnik angesiedelt, während er in Hagen zur Technischen Betriebswirtschaft gehört.

Wir legen innerhalb unseres Curriculums großen Wert auf Mathematik und Technische Mechanik und bieten später drei Vertiefungsrichtungen an: Produktions- und Logistikmanagement, Vertriebs- und Produktmanagement sowie Entrepreneurship. Damit bilden wir möglichst breit aus, die Studierenden haben also die Wahl, welches Vertiefungsfach sie wählen möchten. Insgesamt schätze ich die Unterschiede zu den Hagener Inhalten aber als nicht sehr gravierend ein, es werden lediglich Nuancen sein.

Wie werden Sie die Qualität des Lerntransfers sichern und welche Absolventenquoten haben Sie sich zum Ziel gesetzt?

Ab dem kommenden Wintersemester werden wir maximal 48 Studierenden die Möglichkeit offerieren, das neue Verbundstudium zu beginnen. Diese Studierenden werden dann in zwei Gruppen eingeteilt, die übersichtlich und persönlich sind und durch ihre Nähe schnell auch die Bildung von Lerngruppen ermöglichen.

Zudem haben wir hier in Soest unseren sog. „StudiPoint“, der für alle Fragen rund um das Verbundstudium zur Verfügung steht. Die Studierenden erhalten dort fachliche Unterstützung und können sich mit Fragen hinsichtlich der Studierbarkeit, der Organisation und sonstiger Themen an die Tutoren wenden. Unser Ziel ist es, möglichst viele Absolventinnen und Absolventen erfolgreich und auch in der Regelstudienzeit von 9 Semestern verabschieden zu können. Zudem bieten wir vor den Klausuren zwei Tage lang Sprechstunden an, in den die Studierenden persönlich beispielsweise alle Fragen bei ihren Lehrenden stellen können.

Da uns im berufsbegleitenden Studium nur wenig Präsenztage zur Vermittlung des Stoffes zur Verfügung stehen und die Studierenden somit ca. 70% der Lerninhalte im Selbststudium lernen müssen, reichern wir die Präsenzveranstaltungen mit Übungen und Planspielen an. Dadurch gewährleisten wir einen hohen Transfer der Theorie in die Praxis. Zusätzlich haben wir unsere Moodle-Online-Plattform, über die wir als Lehrende mit den Studierenden und auch die Studierenden untereinander sehr einfach kommunizieren, lernen und Dokumente austauschen können. Ich denke, dass wir damit sehr gut aufgestellt sind und unsere Studierenden sicher zum Abschluss führen werden.


Planspiel aus dem Verbundstudium – Gestaltung eines schlanken Produktionslayouts
Bildquelle: Torsten Frank

Und wie schätzen Sie den aktuellen Bedarf an Absolventinnen und Absolventen am Arbeitsmarkt ein?

Es gibt eine riesengroße Nachfrage nach Ingenieuren und Personen, die technisches und betriebswirtschaftliches Wissen miteinander verbinden. Zudem ist Maschinenbau ja nicht einfach Maschinenbau, also Konstruktion von Maschinen oder von Produkten, sondern auch die Automatisierung bis hin zur kompletten Produktionsstraße, aber eben auch einfach die erfolgreiche Vermarktung oder Vertrieb von Produkten. Durch die Kombination aus Management und Technik bietet unser Verbundstudium eine breite grundlegende, fundierte Ausbildung, um eine Brücke zwischen den technischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen eines Unternehmens zu schlagen. Damit sind sie bestens für die Anforderungen der Zukunft aufgestellt!

Last but not least wüssten wir gern noch, wie weit die Vorbereitungen für den Start des neuen Verbundstudiengangs vorangeschritten sind?

Da sind wir aktuell ganz entspannt. Wir haben ja vor vier Jahren bereits den M.Eng. Technik- und Unternehmensmanagement als Verbundstudiengang eingeführt, so dass wir uns in allen wesentlichen Bereichen sehr gut auskennen. Der Studiengang ist erfolgreich akkreditiert, die Lernbriefe sind fast fertig, die Termine für die Präsenzen stehen, jetzt freuen wir uns auf alle Studierenden, die sich einschreiben und mit uns im Herbst in das Abenteuer starten!

Herr Professor Dr.-Ing. Frank, wir danken Ihnen herzlich für das sehr interessante Interview und den kurzen Einblick in Ihren neuen Verbundstudiengang!

Nähere Informationen zu den Inhalten, dem genauen Ablauf und den Zulassungsvoraussetzungen des B.Eng. Wirtschaftsingieurwesen-Maschinenbau der Fachhochschule Südwestfalen am Campus Soest erfahren Sie hier.