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Zwei Neue in Gütersloh

Das Angebot der praxisintegrierten Studiengänge an der Fachhochschule Bielefeld wächst weiter. Mit ihrem speziellen Konzept von Selbst- und Präsenzstudium unter dem Dach des Verbundstudiums in Kooperation mit Unternehmen aus der Region haben sie sich als fester Bestandteil des Studienprogramms der Fachhochschule etabliert. Zum Wintersemester 2017/2018 starten am Studienort Gütersloh nun erstmalig der B.Eng. Digitale Logistik und der B.Eng. Product-Service-Engineering.

In den praxisintegrierten Studiengängen sind die Studierenden über die gesamte Studiendauer in einem Unternehmen beschäftigt. Das kann im Rahmen einer Berufsausbildung oder im studienbegleitenden Praktikum erbracht werden. Zudem ist es möglich, das Studium mit einer Berufstätigkeit zu verbinden. Dadurch wachsen die Studierenden von Beginn an in das Unternehmen hinein, lernen Strukturen und Abläufe kennen und können die akademische Ausbildung so mit der beruflichen Praxis kombinieren. Ziel ist, das in der Theorie erlernte Wissen direkt in der Praxis anzuwenden und umgekehrt. Die Arbeitsweise in Unternehmen und damit die speziellen Praxisanforderungen werden ihnen durch diesen Ablauf vertraut.

Im praxisintegrierten Studiengang B.Eng. Digitale Logistik werden die Studierenden darauf vorbereitet, die komplexen Zusammenhänge der Logistik in der Praxis zu verstehen und zu steuern. Sie sollen dazu befähigt werden, die Materialflüsse und Informationsprozesse im Unternehmen zu gestalten und zu optimieren und dafür zu sorgen, dass die richtige Menge der benötigten Gegenstände zum gewünschten Zeitpunkt in vorgesehener Qualität zur Verfügung steht.

Denn nur wenn alle Rohstoffe, Einzelteile, Auftragsinformationen, Fertigungsanweisungen etc. vorliegen, kann die Produktion wie geplant stattfinden. Dabei erfordert auch die Distribution der produzierten Güter eine leistungsstarke Logistik. Neben den physikalischen Transportprozessen gewinnen heute die Informationsflüsse entlang der Wertschöpfungskette zunehmend an Bedeutung. So sind beispielweise die Rückverfolgbarkeit von Einzelteilen und Produkten für Qualitätszwecke, die Lokalisation von Waren im Lager und die Abstimmung von Transport- und Produktionsmengen zur Optimierung der Auslastung von Fertigungsanlagen und Transportmitteln wichtige Aufgaben in der Logistik.

Ein Bedarf für Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs besteht in jedem größeren Industriebetrieb sowohl in Bereichen, die Wertschöpfungsprozesse gestalten und optimieren, als auch in Leitungsfunktionen in Produktion und Logistik.

Der B.Eng. Product-Service Engineering wurde konzipiert, um den Anforderungen des veränderten Produktverständnisses und der Entwicklung intelligenter Produkte gerecht zu werden. Kern des Studiengangs ist die Ausbildung im Elektrotechnik- und Softwareentwicklungsbereich. Die Studierenden werden befähigt, systematisch die Entwicklung und Gestaltung von produktbegleitenden Dienstleistungen im engen Bezug zu technischen (Maschinenbau-) Produkten durchzuführen. Zu den Inhalten gehören einerseits die Grundlagen des Maschinenbaus und der Mechatronik zum Verständnis der Produkte selbst und andererseits die Grundlagen der Betriebswirtschaft und der speziellen BWL im Dienstleistungsbereich zum Verständnis der marktlichen Anforderungen.

Die Studierenden sollen so in die Lage versetzt werden, als Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in der Entwicklung von Produkt-Service-Systemen mitzuwirken sowie Zusammenhänge im Projektablauf und der betriebswirtschaftlichen Bewertung dieser Produktklasse zu erkennen.

Der Bedarf an Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs ist ebenso hoch, da die Bedeutung von produktbegleitenden Dienstleistungen bzw. Services im industriellen Sektor in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Moderne Produkt-Service-Systeme oder hybride Leistungsbündel lassen dabei kaum mehr eine klare Grenze zwischen Sachgut und Dienstleistungen erkennen. Industrieunternehmen im Maschinenbausektor stehen daher mehr und mehr vor der Herausforderung, ihre Produkte durch Dienstleistungen zu ergänzen und so mit Systemangeboten einen Mehrwert für Kunden zu generieren. Dafür brauchen die Unternehmen bestens qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zugangsvoraussetzungen für beide, neuen Bachelor-Studiengänge sind das Abitur bzw. die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung und Nachweis einer studienbegleitenden ingenieurmäßigen Praxistätigkeit. Für das praxisintegrierte Studium ist ein Ausbildungs- oder Praktikumsplatz bzw. ein Arbeitsverhältnis notwendig. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen ist nachzuweisen.

Beide Bachelor-Studiengänge starten zum Wintersemester 2017/2018, der Bewerbungszeitraum startet am 1. Oktober und endet am 15. Juli eines Jahres.

Alle Informationen zu den Inhalten, den Vertiefungsrichtungen und möglichen Praxisplätzen in kooperierenden Unternehmen sowie Formulare und Anträge für die Bewerbung finden Studieninteressierte hier.

Foto: IfV NRW