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Exkursion in die “Hauptstadt Europas”

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. jur. Manfred Heße und in Begleitung der wissenschaftlichen Mitarbeiter Ass. Jur. Manuela Schmidt und Diplom-Kaufmann Stefan Niederhofer machten sich 16 Studierende der Verbundstudiengänge B.A. Betriebswirtschaft/Studienrichtung Wirtschaftsrecht und LL.B. Wirtschaftsrecht vom 28. September bis  zum 2. Oktober 2014 nach Straßburg in Frankreich auf. Dort wollte die Gruppe die „Hauptstadt Europas“ mit ihren diversen, wichtigen Europäischen Einrichtungen erkunden.

Der Anreisetag (ein Sonntag) diente dem Kennenlernen der Stadt – und auch dem Austausch aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen untereinander, da die Gruppe aus erfahrenen Studierenden und Erstsemestern aus beiden Verbundstudiengängen bestand. Auf einer gemeinsamen Bootsrundfahrt auf dem mitten durch Straßburg fließenden Fluss Ill mit anschließendem Flammkuchenessen wurden schnell die ersten Kontakte geknüpft!

Als Hauptbestandteil der Exkursion mussten die Studierenden zu jedem Programmpunkt der Reise kurze Vorträge präsentieren, die sie bereits im Vorfeld als Zweierteam vorbereitet hatten. So wurden die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Besuch perfekt über die jeweilige Einrichtung oder Institution informiert.

Es ging gleich los mit dem Besuch des Fernsehsenders ARTE. Die Gruppe wurde im Anschluss an eine Führung durch das Haus vom Justitiar des Senders, Dr. Axel Bussek, empfangen und zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Die Studierenden erhielten auf diese Art einen ersten Einblick in verschiedene rechtliche Probleme einer (EWIV-) Gesellschaft, für die deutsches und französisches Recht maßgebend ist. „Das Ziel hier ist immer, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten zu erleichtern“, erklärt Diplom-Kaufmann Niederhofer, „Bereits im Juli 1985 wurde diese Unternehmensform als erste in Europa eingeführt, in Deutschland gilt sie als Handelsgesellschaft im Sinne des Handelsgesetzbuches.“

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Generalkonsulats. Die Studierenden erhielten neben einer Darstellung der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufgaben des Konsulats einen bildhaften Einblick in das Leben und die Erfahrungen eines erfahrenen Diplomaten – sehr spannend!

Danach ging es weiter zur „Faculté de droit“, der juristischen Fakultät der Université de Strasbourg, die ein wesentlicher Teil der größten Universität Frankreichs ist. Der „Vice-Doyen relations internationales“, also der Pro-Dekan für internationale Beziehungen der Fakultät, Professor Nicolas Nord, hieß die Studierenden herzlich willkommen und führte sie zunächst über den eindrucksvollen Campus. Anschließend fand ein Austausch über die französische Juristenausbildung statt. „Das war sehr interessant“, erinnert sich Diplom-Kaufmann Stefan Niederhofer, „denn wir erfuhren unter anderem, dass es in Frankreich ein Fernstudienkonzept gibt, das unserem Verbundstudium sehr ähnlich ist.“

Bei einem kurzen Abstecher über den Rhein nach Deutschland, lernten die Studierenden im Europäischen Verbraucherschutzzentrum in Kehl die Aufgaben dieser Institution kennen. Denn hier können deutsche Verbraucher Unterstützung bei Problemen in der Vertragsdurchführung mit einem Unternehmen im EU-Ausland finden. Darüber hinaus erhielt die Gruppe einen umfangreichen Überblick über das Streitschlichtungsverfahren.

Besonders eindrucksvoll in Erinnerung bleiben werden den Studierenden auch die Besuche des Europaparlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte – und das nicht nur wegen der ausführlichen Personenkontrollen am Eingang. Die Studierenden konnten auch hier viele neue Erkenntnisse hinsichtlich der Aufgaben des Parlaments bzw. des Ablaufs eines Beschwerdeverfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof gewinnen und empfanden die Führungen als sehr lehrreich.

Zum krönenden Abschluss der Fahrt stand noch der Besuch eines elsässischen Weinguts mit einer Weinprobe auf dem Programm, bevor die Heimreise mit dem Zug angetreten wurde.

„Ein wichtiges Ergebnis unserer Exkursion ist, dass die Studierenden neben Einblicken in die Europäischen Institutionen auch einen Einblick in die interkulturelle, deutsch-französische Zusammenarbeit vor Ort erhalten haben“, fasst Ass. Jur. Manuela Schmidt ihre Erlebnisse  zusammen, „Mit dem kurzen Seitenblick auf das französische Recht haben sie nun die Möglichkeit, einen ersten Vergleich der beiden Rechtssysteme anzustellen.“

Nicht zuletzt dadurch hat sich die aus zwei verschiedenen Verbundstudiengängen und unterschiedlichen Semestern bestehende Gruppe austauschen und in kürzester Zeit zusammenfinden können.

Gruppenbild mit Professor Nord (Bildmitte)

Im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte