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„Unternehmeraustausch“ an der FH Bielefeld

Die praxisintegrierten Studiengänge der Fachhochschule Bielefeld, B.Eng. Elektrotechnik, B.Eng. Mechatronik/Automatisierung, B.Eng. Maschinenbau und B.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen werden am Studienort Gütersloh und am Campus Minden angeboten. Hauptbestandteil dieses Studienkonzepts, das unter dem Dach des Verbundstudiums angeboten wird, ist die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Region Ostwestfalen-Lippe rund um Bielefeld.

Um den Austausch zwischen der Fachhochschule und den an den praxisintegrierten Studiengängen beteiligten Unternehmen zu fördern, lädt Marcus Miksch, Leiter des Ressorts wissenschaftliche Weiterbildung und praxisintegrierte und berufsbegleitende Studienkonzepte der FH Bielefeld, einmal pro Semester zu einem „Unternehmeraustausch“ ein. So nahmen am 10. November 2016 rund 40 FirmenvertreterInnen auf dem Campus Minden am Treffen dieses Semesters teil, um alles über neue Entwicklungen des Fachbereichs und der Studiengänge sowie den aktuellen Stand von zwei studentischen Praxisprojekten zu erfahren. Eine Führung durch den Neubau auf dem Campus rundete die Veranstaltung als Programmpunkt ab.

Nach der Begrüßung durch Dekan Professor Dr. Oliver Wetter wurde das erste studentische Projekt vorgestellt: ein „Kickelec“. Der Kickelec ist ein Kickroller, bei dem der Fahrer – ähnlich wie bei Pedelec-Fahrrädern – elektrisch unterstützt wird. „E-Roller gibt es bereits. Doch hier kann der Fahrer nur per Handgriff Vollgas geben. Wir wollten den Fahrer weiterhin treten lassen, aber das Fahren erleichtern“, erklärte André Nahrwold, der als angehender B.Eng.  Elektrotechnik bei der Firma WAGO Kontakttechnik in Minden arbeitet. Gemeinsam mit 14 weiteren Studierenden der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und des Wirtschaftsingenieurwesen hat er im sechsten Semester den Kickelec als ein „Projekt Angewandter Wissenschaft“ realisiert. „Die Studierenden haben sowohl die Hard- und Software als auch die Mechanik selbst entwickelt. Denn es gab keine bereits entwickelten Komponenten, auf die sie hätten zurückgreifen können“, so Professor Dr. Philipp Boysen, der das Projekt gemeinsam mit Professor Dr. Volker Becker betreute. In der Pause konnte der Kickelec Probe gefahren werden. Carsten Schilling von der Firma Gebrüder Heyl Analysetechnik aus Hildesheim war begeistert: “Es fühlt sich an, als hätte man dauerhaft Rückenwind.“

Als zweites studentisches Projekt stellte Petja Kemper ein neues Fertigungsverfahren für Matrixplatten vor, mit dem er sich in der Praxisphase seines sechsten Semesters in der Firma WEEKE Bohrsysteme aus Herzebrock-Clarholz, die zur HOMAG Group gehört, beschäftigte. „Der Fertigungsaufwand ist sehr hoch, da für Matrixplatten einzelne Schichten verklebt werden. Zudem müssen die Strukturen auf der Ober- und Unterseite ausgefräst werden“, erklärte Kemper. So war im Unternehmen die Idee entstanden, dass die Matrixplatten eventuell auch gegossen werden könnten. Mit der Umsetzung dieser Idee wurde Kemper dann betraut. In Absprache mit dem Lieferanten hat er ein Epoxidharz als Fertigungsstoff ausgewählt und eine Gießform entwickelt. „Die Fertigung ist damit kostengünstiger, die Matrixplatten können nun weltweit und nicht mehr wie bisher nur im Herzebrocker Werk gefertigt werden“, beschreibt Kemper das Ergebnis seines Praxisprojekts. In seiner kommenden Bachelorarbeit wird er das Projekt weiterentwickeln.

Zum Abschluss des „Unternehmeraustauschs“ gab Marcus Miksch einen Überblick über die aktuellen Zahlen der Studienanfängerinnen und -anfänger. „Im Jahr 2016 konnten etwa 5 Prozent mehr Praxisplätze durch Studierende besetzt werden als noch in 2015. Und auch für das kommende Jahr geht die Kurve nach oben, denn das Angebot an Praxisplätzen der Unternehmen ist schon jetzt um etwa ein Viertel größer als im letzten Jahr zur selben Zeit“, berichtete Miksch.

Wer sich für die Aufnahme eines praxisintegrierten Bachelor-Studiengangs interessiert, findet hier alle notwendigen Informationen zu den einzelnen Studiengängen, den Inhalten, den Zulassungsvoraussetzungen und den Studienorten.

Und jeder, der sich über die Möglichkeiten eine berufsbegleitenden Verbundstudiums informieren möchte, erhält bei der Studienberatung am Institut für Verbundstudien telefonisch unter 0 23 31 9330 909 oder nach Absprache gern auch in einem persönlichen Gespräch wertvolle Angaben.

Student Petja Kemper (v.l.), Markus Miksch vom Ressort Wissenschaftliche Weiterbildung, Student André Nahrwold, Vizepräsident Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier und Dekan Prof. Dr. Oliver Wetter begrüßten rund 40 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter auf dem Campus Minden.

Fotografin:
Berit Steinkröger