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Von Kapstadt bis Namibia

Ausgestattet mit Moskitospray, Safari-Kleidung, diversen Impfungen und jeder Menge anderem Gepäck machten sich 20 Studierende und drei DozentInnen aus den Verbundstudiengängen B.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen und MBA Technische Betriebswirtschaft der Hochschule Bochum und der Fachhochschule Südwestfalen Ende Oktober auf den Weg nach Südafrika. 11 Tage Roadtrip mit viel Bildung, Abenteuer und Erlebnissen in unvergesslicher Natur von Kapstadt bis in die Wüste Namibias erwartete die Reisegruppe.

Gleich nach der Ankunft in Kapstadt ging es für die Gruppe mit dem Bus zum Tafelberg, dem Wahrzeichen der Stadt, wo alle während einer Seilbahnfahrt die atemberaubende Aussicht genießen konnten. Sofort waren sämtliche Reisestrapazen vergessen, die Exkursion hatte mit einem Highlight begonnen!

Gruppenbild mit Lavendelfeld vor dem Firmensitz der Firma Falke

Am nächsten Tag ging es nahtlos weiter, ein Besuch des südafrikanischen Firmensitzes der Firma Falke stand auf dem Programm. Das aus dem Sauerland stammende Unternehmen ist führend in der Herstellung qualitativ hochwertiger Strumpfwaren für Sport und Alltag und produziert in Südafrika vorwiegend Sportsocken für den US-amerikanischen Markt. Die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden durch den Geschäftsführer freundlichst empfangen und nach einem kurzen Firmenportrait durch die Produktion geführt, wo sie einen Blick auf die einzelnen Prozesse von Produktion, Entwicklung und Logistik werfen konnten.

Anschließend ging es mit dem Bus weiter in das Township Blikkiesdorp, einem Blechhüttendorf der Hope Capetown Stiftung, einem ganz besonderen Ort. Dort wurde die Gruppe durch den katholischen Pfarrer und Gründer der Stiftung, Stefan Hippler, herzlich begrüßt. In einem informativen Vortrag erfuhren sie mehr über die AIDS-Problematik im Land sowie die Arbeit und das Engagement der Stiftung in der Prävention und Erforschung dieser Krankheit. „Nach der Präsentation haben wir einen kleinen „Spaziergang“ durch das Township gemacht und uns ein Blechhütten-Haus von innen angesehen“, erzählt Verbundstudentin Vanessa Wittenborn berührt von ihren Erlebnissen, „dabei herrschte bei uns allen ein unwohles Gefühl. Der Gedanke, dass wir abends wieder in unseren komfortablen Hotelbetten liegen würden und hier Menschen in Blechhütten auf engstem Raum leben müssen, war wirklich nur schwer zu ertragen.“

Der folgende Tag begann mit einem Besuch der berühmten Gefängnisinsel Robben Island, die vor Kapstadt im Meer liegt. Während der Fährfahrt bei bestem Wetter gab es Delphine und aus der Ferne sogar einen Wal zu sehen – und natürlich einen traumhaften Blick auf die Stadt! Dort angekommen berichtete ein ehemaliger Häftling authentisch von seiner Zeit auf der Insel und führte durch das Gefängnisgebäude bis zur Zelle des wohl bekanntesten, ehemaligen Insassen, Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela.

Reisegruppe am Kap der guten Hoffnung bei Sonnenschein

Am frühen Nachmittag ging es weiter zum Naturschutzgebiet am Kap der guten Hoffnung.  Bei strahlendem Sonnenschein konnten hier alle die absolut natürliche Vegetation, die bunten Farben der Gräser und Blumen, das Meer und die exotischen Tiere – u.a. Sträuße, Bärenpaviane und Echsen – in vollen Zügen genießen. Zusammen mit dem anschließenden Stopp bei den Pinguinen am Boulders Beach einfach nur fantastisch!

Ein Besuch der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WESGRO durfte natürlich nicht fehlen und rundete den Aufenthalt in Kapstadt ab. Die WESGRO, eine Tourismus-, Handels- und Investitionsförderungsagentur, unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäfts- oder Werbeideen aus allen Branchen in Südafrika zu verwirklichen, davon konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während eines informativen Vortrags überzeugen.

Dann hieß es Abschied nehmen von der Stadt am Tafelberg, es ging mit dem Flugzeug weiter nach Walvis Bay in Namibia. Dort startete die Gruppe am nächsten Morgen mit einer Katamaran-Fahrt in den Tag. „Unserer Begeisterung waren keine Grenzen mehr gesetzt, als sich die erste Robbe zu uns auf den Katamaran gesellte“, erinnert sich Katrin Djordjević, Verbundstudentin im 9. Semester des B.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Südwestfalen, „auch die Pelikane flogen in engen Kreisen um uns herum oder ließen sich eine Weile auf dem Katamaran nieder, das war total toll! Wir hätten nie gedacht, dass wir den Tieren so nah kommen würden!“ Während der dreistündigen Tour begegneten ihnen außerdem weitere Robben und Pelikane, Flamingos und einige Delphine.

Zurück an Land ging es weiter zur Firma „Namibia Press and Tools“, die ein Standort der Weser-Metall-Umformtechnik aus dem südniedersächsischen Hannoversch Münden ist. In der Fabrik werden u.a. Press- und Stanzteile für die Firma Miele gefertigt. Dadurch erhielt die Gruppe auch hier einen interessanten Einblick in die Fertigung, bevor der freie Nachmittag zu einer Shoppingtour durch Swakopmund oder einem Bad im Atlantik genutzt wurde.

„Wir versuchen immer, auf unseren Exkursionen ein anteilig ausgewogenes Verhältnis von vorgeschriebenem Exkursionsprogramm und auch etwas Freizeit zu schaffen“, erklärt Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im B.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen der FH Südwestfalen die Südafrika-Exkursion organisiert hat. Und so ging es am nächsten Morgen weiter zur Firma Rössing Uranium und zur Besichtigung der ältesten Uranmine in Namibia, wo der Arbeitsalltag der Uranarbeiter erlebt wurde.  

Eine darauf folgende, 230 km lange Fahrt durch die Wüste sollte eine Tagesreise auf unbefestigten Straßen werden – für europäische Verhältnisse unvorstellbar. Mit kurzem Zwischenstopp in einer Kristallkellerei erreichte die Reisegruppe am Abend den Zielort Omaruru, eine wunderschöne Lodge mitten in der Wildnis. Nashörner, Gnus und eine Babygiraffe kamen den Menschen so nah, dass sie mühelos hinter dem Ohr gekrault werden konnte. Was für ein einzigartiges Erlebnis!

Und auch der folgende Tag war ein richtiges Highlight: Eine Safari durch den Etosha Nationalpark! „Den Anblick der aufgehenden Sonne über dem Etosha Nationalpark genossen wir alle, auch wenn es sehr früh war“, schwelgt Vanessa Wittenborn, Studierende im 9. Semester an der FH Südwestfalen, in Erinnerungen, „während unserer Safari bekamen wir Giraffen, eine Hyäne, Gnus, mehrere Oryx’, Zebras, Springböcke und Löwen zu sehen. Auch eine Elefantenherde kreuzte unseren Weg und ging mit ihren Babys nur wenige Meter vor unserem Wagen entlang. Es war wunderschön, die Tiere frei in ihrem Lebensraum erleben zu dürfen!“

Am vorletzten Exkursionstag trat die Gruppe mit dem Bus den Weg nach Windhoek an – von dort aus sollte es dann auch wieder zurück nach Deutschland gehen. Mit einem Zwischenstopp bei der Ombili Stiftung, die sich für die Tradition, Kultur und Lebensweise der San Buschmänner einsetzt und mit Unterstützung deutscher Hilfsprojekte eine eigene, kleine Landwirtschaft und einen Kindergarten betreibt, und einem Besuch bei der Firma Diamond Works, die heimische Diamanten mit Werten bis zu 500.000 Euro vertreibt, endete am Folgetag der erlebnisreiche und unvergessliche Roadtrip durch Südafrika und Namibia. „Es war eine Reise mit wunderbaren Eindrücken und vielen tollen Menschen“, schwärmen Vanessa Wittenborn und Katrin Djordjević übereinstimmend, „ohne die tolle Organisation durch Michaela Rothhöft und unsere fröhliche Gruppe hätten wir das alles gar nicht erlebt!“