Videokonferenzsysteme in der Lehre

Ein wichtiges und für viele neues Tool bei der Umstellung auf Online-Lehre sind Videokonferenzsysteme. Den Lehrenden an Hochschulen in NRW stehen über das DFN die Systeme Adobe Connect und Pexip zur Verfügung. Aufgrund der hohen Auslastung wurden darüber hinaus an manchen Hochschulen schon weitere Systeme wie z.B. ZOOM beschafft. Vielleicht hatten Sie bereits Gelegenheit eines dieser Systeme auszuprobieren und sich ein wenig mit den Funktionen bekannt zu machen und stehen nun vor der Frage, wie Sie Videokonferenzen in Ihrer Lehre gewinnbringend einsetzen.

Bei synchronen Tools liegt der Gedanke nahe, den Einstiegsvortrag oder die Präsentation 1:1 in das Medium zu übertragen. Aber gerade in Videokonferenzen ist es schwer, die Aufmerksamkeit bei reinem Zuhören über einen längeren Zeitraum hoch zu halten. Im Folgenden finden Sie deshalb einige Tipps, wie Sie Ihr Online-Meeting abwechslungsreich gestalten können und Ihren Studierenden die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden.

  • Segmentieren Sie Ihren Vortrag, indem Sie je nach inhaltlichem Abschnitt ca. alle 10 Minuten eine Pause einlegen und nutzen Sie die Gelegenheit, um über die Status-Icons in der Teilnehmerliste ein schnelles Feedback bei Ihren Studierenden einzuholen.
  • Bieten Sie den Studierenden auch mit Hilfe der Chat-Funktion einen Rückkanal, um Fragen zu stellen.
  • Stellen Sie Ihre Präsentationen bereits vorab in Ihrem LMS (Moodle/ILIAS) zur Verfügung und nutzen Sie die gemeinsame Zeit online, um Fragen Ihrer Studierenden zu klären bzw. bekanntermaßen schwierige Aspekte des Inhalts näher zu erläutern.
  • Um einzelne Aspekte Ihrer Präsentation auf den Folien hervorzuheben, stehen Ihnen dabei in den Videokonferenzsystemen Kommentierungs- oder sogenannte Markup-Tools zur Verfügung.
  • Mit dem Whiteboard können Sie die Studierenden aktiv einbeziehen, indem Sie gemeinsam Fragen, Ideen oder Lösungsvorschläge z.B. in einem Brainstorming sammeln.

Bei all den Möglichkeiten, die Ihnen Konferenzsystemen bieten, sollten Sie weder sich noch die Studierenden überfordern. Starten Sie mit einfachen und wenigen Tools und gehen Sie bei Ihrem ersten Online-Meeting davon aus, dass Sie inhaltlich vielleicht nicht so weit kommen, wie in Ihrer Präsenzveranstaltung. Und außerdem, Sie müssen nicht alles alleine machen: holen Sie sich für bestimmte Aufgaben, wie z.B. das Moderieren des Chats, Hilfe bei Mitarbeiter*innen oder Studierenden, die Sie zu Co-Moderator*innen machen.

Haben Sie noch Fragen zum Einsatz von Videokonferenzsystemen in der Lehre oder würden Sie gerne mal ein Online-Meeting ausprobieren, dann sprechen Sie uns an.

Kontakt Arbeitsgebiet Medienberatung und Veranstaltungsmanagement

Bernd Kurowski,
Christiane Kurowski,