Elektrotechnik (B.Eng.)

Der berufs- und ausbildungsbegleitende Verbundstudiengang Elektrotechnik an der Fachhochschule Bielefeld richtet sich an Studieninteressierte, die ihre technischen Kenntnisse und Kompetenzen weiter ausbauen und einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erwerben möchten. Die Digitalisierung beschleunigt die technologischen Veränderungen in der Arbeitswelt rasant durch fortschreitende Automatisierung und Vernetzung der Industrie. Wenn Sie als Spezialistinnen und Spezialisten im Bereich intelligenter Energiesysteme (smart grid/smart cities) Teil dieses Veränderungsprozesses sein möchten, dann ist dieser Studiengang für Sie genau richtig!

Die Zusatzqualifikation Weiterbildung (Lehramtsoption) ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen einen nahtlosen Übergang in den Lehramts-Masterstudiengang für das Berufskolleg an der Universität Paderborn.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie die Möglichkeit der intensiven Beratung zum Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium.

Zielgruppe des Studiengangs

Der Verbundstudiengang richtet sich speziell an Berufstätige und Auszubildende in den Bereichen der Elektrotechnik und der Automatisierungstechnik, die neben der Berufstätigkeit einen staatlichen Hochschulabschluss erwerben möchten.

Qualifikationsziele

Der Verbundstudiengang Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik vermittelt die Fähigkeit ingenieurwissenschaftliche Methoden bei der Analyse technischer Vorgänge anzuwenden und praxisgerechte Problemlösungen zu erarbeiten. Dieser Verbundstudiengang bietet Ihnen eine fundierte und praxisorientierte Ingenieurausbildung und ist anwendungs- und zukunftsorientiert ausgerichtet. Das Studium fördert ein fachübergreifendes Systemdenken im Bereich Energie- und Automatisierungstechnik. Eine Vertiefung ist ab dem 7. Semester in den Richtungen Energie- und Automatisierungstechnik oder Weiterbildung möglich.


Berufsfelder

Neue Technologien halten Einzug und verändern die Arbeitswelt der Ingenieurinnen und Ingenieure rasant. Die Digitalisierung beschleunigt diese Veränderungen durch eine fortschreitende Automatisierung und Vernetzung in der Industrie. Zukünftig ist mit einer Knappheit an Spezialistinnen und Spezialisten im Bereich intelligenter Energiesysteme (smart grid/smart cities) mit einem Schwerpunkt im Bereich der Energietechnik in Kombination mit Automatisierungstechnik zu rechnen. Neben den Einzeldisziplinen ist es im modernen Arbeitsumfeld notwendig, interdisziplinäre Inhalte applizieren zu können und in Teams mit einer breiten Aufstellung als Expertin oder Experte ergänzend tätig zu werden oder diese Teams im nationalen oder internationalen Umfeld zu leiten. Die Absolventinnen und Absolventen werden als Fach- und Führungskräfte in regionalen/überregionalen Unternehmen gesucht.

Schwerpunkte

Während des Studiums entwickeln die Studierenden Fähigkeiten und Kompetenzen, mit denen sie Probleme in der späteren Berufspraxis selbstständig erkennen und mit wissenschaftlichen Methoden analysieren sowie lösen können.

Dabei werden Probleme aus der konkreten Berufspraxis der Verbundstudierenden exemplarisch in die Lehre eingebunden und im Rahmen von anspruchsvollen Projekten und Abschlussarbeiten bearbeitet – ein wechselseitiger Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Theorie und Praxis ist somit gewährleistet.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Studiums ist die Energie- und Automatisierungstechnik – dazu kommen ab dem 7. Semester individuelle Schwerpunktsetzungen.


Module

1. Semester

  • Grundlagen der Elektrotechnik 1
  • Mathematik 1
  • Physik 1
  • Werkstoffe der Elektrotechnik

2. Semester

  • Grundlagen der Elektrotechnik 2
  • Mathematik 2
  • Physik 2
  • Technisches Englisch

3. Semester

  • Grundlagen der Energietechnik
  • Mathematik 3
  • Elektronik
  • Messtechnik

4. Semester

  • Elektrische Maschinen
  • Mathematik 4
  • Industriebetriebslehre
  • Informatik

5. Semester

  • Angewandte Informatik
  • Elektrische Netze
  • Regelungstechnik
  • Effiziente Lichttechnik

6. Semester

  • Automatisierungssysteme
  • Energiesysteme
  • Leistungselektronik
  • Wahlprojekt

7. Semester

  • Produkt- und Risikomanagement
  • Antriebstechnik
  • Wahlpflichtmodul 1
  • Wahlpflichtmodul 2

8. Semester

  • Projektmanagement
  • Erneuerbare und konventionelle Energieerzeugung
  • Wahlpflichtmodul 3
  • Wahlpflichtmodul 4

9. Semester

  • Qualitätsmanagement
  • Bachelorarbeit undKolloquium

Schwerpunkte

Ab dem 7. Semester haben Sie die Möglichkeit, sich für einen Schwerpunkt mit den jeweiligen Wahlpflichtmodulen zu entscheiden:

Schwerpunkt: Energie- und Automatisierungstechnik

  • Moderne Energiepolitik
  • Mechatronische Systeme
  • Thermodynamik
  • Hochspannungstechnik

Schwerpunkt: Weiterbildung (Studienoption „Lehramt Berufskolleg“) 

  • Diagnose und Förderung
  • Berufspädagogik 1
  • Technikdidaktik
  • Berufspädagogik 2
  • Zusatzmodul: Allgemeine Didaktik

Mit dem Schwerpunkt Weiterbildung (Studienoption „Lehramt Berufskolleg“) ermöglicht die FH Bielefeld ihren Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen, die Zugangsvoraussetzungen für den Lehramts-Masterstudiengang für das Berufskolleg an der Universität Paderborn.zu erwerben.

Näheres zu den einzelnen Modulen können Sie dem Modulhandbuch entnehmen (s. Dokumente und Links).

Studienaufbau

Studienbeginn: zum Wintersemester

Studiendauer: Regelstudienzeit: einschließlich Bachelorarbeit – 9 Semester (4 ½ Jahre)

ECTS-Punkte und Workload: Die Studiendauer entspricht einem Workload von 4500 Arbeitsstunden, wofür insgesamt 180 ECTS-Punkte vergeben werden.


Module 

Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester. Pro Semester sind in der Regel vier Module zu absolvieren. In höheren Semestern wird der Studienverlauf durch sogenannte Wahlpflichtfächer individuell gestaltet. Die Aufteilung der Module auf die Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

Selbststudium/Lerneinheiten

Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lerneinheiten werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt ca.15 Stunden pro Woche.

Präsenzveranstaltungen

Diese finden in der Regel an Samstagen von Anfang September bis Ende Januar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli an der Hochschule statt (durchschnittlicher Zeitaufwand pro Veranstaltung: ca. 8 Stunden). Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist in der Regel Pflicht oder wird zumindest dringend empfohlen.

Praktika 

Im Rahmen der Laborpraktika ist unter anderem eine schriftliche Ausarbeitung gefordert. Darüber hinaus sind Kurzreferate über den Inhalt bzw. die Durchführung Bestandteil der Praktika.

Prüfungen

Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Abschlussarbeit ein Kolloquium, bei dem die Studierenden die wesentlichen Elemente ihrer Abschlussarbeit vertreten müssen. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und Links).

Zulassungsvoraussetzungen 

Zulassungsvoraussetzung für das Verbundstudium Elektrotechnik (B.Eng.) ist in der Regel die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung.

Für folgende Bewerbergruppen ist es auch möglich, ein Studium ohne Fachhochschulreife aufzunehmen:

  • MeisterIn und vergleichbar Qualifizierte (z.B. TechnikerIn, AbsolventIn zweijähriger Fachschulausbildungen, IHK-FachwirtIn oder IHK-Fachkaufmann/frau) können sich ohne Zugangsprüfung um einen Studienplatz zu bewerben.
  • Fachtreue(r) Bewerber/in mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Tätigkeit im erlernten Beruf können sich auf Grund einer fachlich entsprechenden Berufsausbildung und beruflichen Tätigkeit ohne Zugangsprüfung in fachlich entsprechenden Studiengängen bewerben.
  • Sonstige beruflich Qualifizierte mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Berufspraxis auch außerhalb des Ausbildungsberufs oder alternativ Erziehungs- oder Pflegetätigkeit, bei denen keine fachliche Entsprechung zwischen Berufsausbildung, Berufsausübung und Studiengang besteht, können über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium zugelassen werden.

In zulassungsbeschränkten Verbundstudiengängen (Auswahlverfahren) stehen für MeisterInnen, vergleichbar Qualifizierte und fachtreue BewerberInnen 2 bis 4% der Studienplätze zur Verfügung. Um die Bewerbungsfristen und Modalitäten für die Zugangsprüfung und das Probestudium rechtzeitig zu erfahren, sollte man bei Interesse frühzeitig mit dem Studierendenservice der Fachhochschule in Kontakt treten.


Bewerbung

Die Bewerbung ist ab Anfang Juni online möglich. Die Bewerbungsfrist enden in der Regel am 15.7. des Jahres. Näheres erfahren Sie bei der Studienberatung des IfV NRW, im Studierendensekretariat der Fachhochschule und auf der Webseite der Fachhochschule.


Beiträge und Gebühren

Es fallen die üblichen Immatrikulations- und Rückmeldegebühren der Fachhochschule Bielefeld pro Semester an. Zzgl. ist eine Materialbezugsgebühr von ca. € 108,47,- pro Semester zu entrichten. (Stand: Oktober 2019)