Elektrotechnik (B.Eng.)

Der berufs- und ausbildungsbegleitende Verbundstudiengang Elektrotechnik an der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Hagen richtet sich an Studieninteressierte, die ihre technischen Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich der Elektrotechnik weiter ausbauen und einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erwerben möchten. Die Elektrotechnik nimmt als Impulsgeber des technischen Fortschritts eine Schlüsselrolle innerhalb der Ingenieurwissenschaften ein und eröffnet mit ihrem breiten Spektrum von der Entwicklung elektronischer Bauelemente und Schaltungen bis hin zur elektronischen Datenverarbeitung und Softwareentwicklung vielfältige Karrieremöglichkeiten. Dieser Studiengang legt seinen Schwerpunkt auf die Automatisierungstechnik. Hinzu kommen Auswahlmöglichkeiten aus anderen Bereichen.

Die Fachhochschule Südwestfalen bietet den Verbundstudierenden zusätzlich die Möglichkeit, parallel zu ihrem Studium die Zulassungsvoraussetzungen für ein anschließendes Lehramtsstudium zum Master of Education für das Berufskolleg zu erwerben. Nähere Informationen zur Vorbereitung auf das Lehramtsstudium.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie die Möglichkeit der intensiven Beratung zum Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium.

Zielgruppe des Studiengangs

  1. Berufstätige im Bereich der Elektrotechnik und der Automatisierungstechnik
  2. Auszubildende, die parallel zu ihrer beruflichen Ausbildung ein Studium beginnen möchten

Unser Leben wird – häufig ganz unbewusst – zu einem großen Teil durch die Elektrotechnik bestimmt. Vom Energielieferanten bis zum Informationsträger: Als Impulsgeber des technischen Fortschritts nimmt die Elektrotechnik eine Schlüsselrolle ein. 

Das Anwendungsspektrum der Elektrotechnik umspannt folgende Bereiche:

  • Entwicklung und Anwendung elektrischer und elektronischer Bauelemente und Schaltungen 
  • Messung elektrischer und nicht elektrischer Größen
  • Elektrische Antriebe
  • Elektrische Energieversorgung
  • Elektrische Datenverarbeitung
  • Kommunikationstechnik
  • Struktur, Funktion und Kommunikation von Rechnersystemen 
  • Softwareentwicklung für komplexe technische Aufgabenstellungen

So vielfältig wie die Anwendungsbereiche sind auch die beruflichen Möglichkeiten der Elektroingenieurinnen und -ingenieure. Die Einsatzgebiete reichen von der Entwicklung elektronischer Schaltungen und Bauelemente für Anwendungen im Industrie- und Konsumbereich über die Energiewirtschaft und Informationstechnik bis hin zu Dienstleistungsaufgaben und Umweltschutz. 


Qualifikationsziele

Der Arbeitsmarkt verlangt heute Mitarbeiter, die fachlich kompetent sind, vernetzt denken und integrativ handeln. Darüber hinaus sind ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein, die Fähigkeit sich schnell in veränderte Aufgabenstellungen einzuarbeiten und zielorientiert Problemlösungen zu erarbeiten, weitere Merkmale, die das Studium vermittelt.

Ziel des Verbundstudiengangs Elektrotechnik ist es, den Studierenden durch ein Lehrangebot an fachspezifischen Modulen und eine hervorragende Betreuung während des Studiums all diese Fähigkeiten zu vermitteln und so beste Chancen für die Weiterentwicklung im Beruf zu eröffnen.

Die AbsolventInnen erwerben im Verlauf des Studiums Fähigkeiten und Kompetenzen für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich der Ingenieurwissenschaften, speziell der Elektrotechnik. Das Studium vermittelt die in der Berufs- und Arbeitswelt erforderlichen fachlichen Inhalte und aktuellen Methoden sowie die notwendigen überfachlichen Schlüsselkompetenzen.

Studieninhalte

Während des Studiums entwickeln die Studierenden Fähigkeiten und Kompetenzen, mit denen sie Probleme in der späteren Berufspraxis selbstständig erkennen und mit wissenschaftlichen Methoden analysieren sowie lösen können.

Dabei werden Probleme aus der konkreten Berufspraxis der Verbundstudierenden exemplarisch in die Lehre eingebunden und im Rahmen von anspruchsvollen Projekten und Abschlussarbeiten bearbeitet – ein wechselseitiger Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Theorie und Praxis ist somit gewährleistet.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Studiums ist die Automatisierungstechnik – dazu kommen Auswahlmöglichkeiten aus anderen Bereichen. Folgende Themen sind von besonderer Bedeutung:

  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Elektrische Antriebstechnik
  • Leistungselektronik
  • Mess- und Sensortechnik
  • Systemarchitektur
  • Automatisierungssysteme

Module des Studiengangs

Wesentliche Elemente des Studiengangs sind:

  • Elektrotechnik
  • Mathematik
  • Physik
  • Programmierung
  • Elektronische Bauelemente und Schaltungen
  • Messtechnik und Sensorik
  • Regelungstechnik

Studienaufbau

Studienbeginn: zum Wintersemester

Studiendauer: Regelstudienzeit: einschließlich Bachelorarbeit – 9 Semester (4 ½ Jahre)

ECTS-Punkte und Workload: Die Studiendauer entspricht einem Workload von 4500 Arbeitsstunden, wofür insgesamt 180 ECTS-Punkte vergeben werden.


Module 

Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester. Pro Semester sind in der Regel vier Module zu absolvieren. In höheren Semestern wird der Studienverlauf durch sogenannte Wahlpflichtfächer individuell gestaltet. Die Aufteilung der Module auf die Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

Selbststudium/Lerneinheiten

Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lerneinheiten werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt ca.15 Stunden pro Woche.

Präsenzveranstaltungen

Diese finden in der Regel an Samstagen von Anfang September bis Ende Januar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli an der Hochschule statt (durchschnittlicher Zeitaufwand pro Veranstaltung: ca. 8 Stunden). Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist in der Regel Pflicht oder wird zumindest dringend empfohlen.

Praktika 

Im Rahmen der Laborpraktika ist unter anderem eine schriftliche Ausarbeitung gefordert. Darüber hinaus sind Kurzreferate über den Inhalt bzw. die Durchführung Bestandteil der Praktika.

Prüfungen

Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Abschlussarbeit ein Kolloquium, bei dem die Studierenden die wesentlichen Elemente ihrer Abschlussarbeit vertreten müssen. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und Links).

 

Zulassungsvoraussetzungen 

Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel die Fachhochschulreife.

Für folgende Bewerbergruppen ist es auch möglich, ein Studium ohne Fachhochschulreife aufzunehmen:

  • MeisterIn und vergleichbar Qualifizierte (z.B. TechnikerIn, AbsolventIn zweijähriger Fachschulausbildungen, IHK-FachwirtIn oder IHK-Fachkaufmann/frau) können sich ohne Zugangsprüfung um einen Studienplatz zu bewerben.
  • Fachtreue(r) Bewerber/in mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Tätigkeit im erlernten Beruf können sich auf Grund einer fachlich entsprechenden Berufsausbildung und beruflichen Tätigkeit ohne Zugangsprüfung in fachlich entsprechenden Studiengängen bewerben.
  • Sonstige beruflich Qualifizierte mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Berufspraxis auch außerhalb des Ausbildungsberufs oder alternativ Erziehungs- oder Pflegetätigkeit, bei denen keine fachliche Entsprechung zwischen Berufsausbildung, Berufsausübung und Studiengang besteht, können über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium zugelassen werden.

In zulassungsbeschränkten Verbundstudiengängen (Auswahlverfahren) stehen für MeisterInnen, vergleichbar Qualifizierte und fachtreue BewerberInnen 2 bis 4% der Studienplätze zur Verfügung. Um die Bewerbungsfristen und Modalitäten für die Zugangsprüfung und das Probestudium rechtzeitig zu erfahren, sollte man bei Interesse frühzeitig mit dem Studierendensekretariat der Fachhochschule in Kontakt treten.


Bewerbung

Die Bewerbungsfristen enden in der Regel am 15.7. des Jahres. Bewerbungen sind direkt an die Fachhochschule Südwestfalen zu richten. Näheres erfahren Sie bei der Studienberatung des IfV NRW, im Studierendenservicebüro und auf der Webseite der Fachhochschule Südwestfalen.


Beiträge und Gebühren

Es fallen die üblichen Immatrikulations- und Rückmeldegebühren der Fachhochschule Südwestfalen an. Den aktuellen Stand erfahren Sie hier. Zzgl. ist eine Materialbezugsgebühr von € 98,60 pro Semester zu entrichten. (Stand: Oktober 2019).