Kunststofftechnik (B.Eng.)

Der berufs- und ausbildungsbegleitende Verbundstudiengang Kunststofftechnik richtet sich an Studieninteressierte, die ihre technischen Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich der Kunststofftechnik weiter ausbauen und mit einem berufsqualifizierenden, ingenieurwissenschaftlichenHochschulabschluss abschließen möchten.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie auch die Möglichkeit der intensiven Beratung Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium

Zielgruppen des Studiengangs

  1. Berufstätige im Bereich der Technik und der Fertigung 
  2. Auszubildende, die parallel ein Studium beginnen möchten

Qualifikationsziele

Der Arbeitsmarkt verlangt heute Mitarbeiter, die fachlich kompetent sind, vernetzt denken und integrativ handeln. Außerdem werden auch ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein, das schnelle Einarbeiten in stets neue Aufgaben und das Erarbeiten zielorientierter Problemlösungen immer wichtiger. Ziel des Verbundstudiengangs Kunststofftechnik ist es, den Studierenden durch beste Betreuung all diese Fähigkeiten zu vermitteln und so beste Chancen für die Weiterentwicklung im Beruf zu eröffnen. Die Studierenden erwerben während des Studiums Kompetenzen für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich der Ingenieurwissenschaften, speziell der Kunststofftechnik. Das Studium vermittelt die im Beruf erforderlichen Inhalte und Methoden sowie notwendige überfachliche Kompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen.

Fachliche Qualifikationsziele sind das Aneignen von Kenntnissen im Materialverhalten von Kunststoffen, der Produkt- und Formentwicklung, der Verarbeitungstechnik und der Simulations- und Messtechnik.


Berufsfelder

NRW zählt mit zu den bedeutenden Industriestandorten in Deutschland. Schwerpunkte sind neben der Kfz-Zulieferindustrie mit einem hohen Anteil an Fertigungstechnikkomponenten insbesondere auch die kunststoffverarbeitende Industrie (Kunststoffland NRW“) und die Automatisierungstechnik. Bei diesen Unternehmen besteht ein sehr hoher Bedarf an Hochschulabsolventen mit spezifischer Ausrichtung für die überwiegend mittelständisch geprägte Kunststoffindustrie in unserem Raum. Der Studiengang bietet eine zukunftsweisende und den Anforderungen der Industrie entsprechende Ausbildung und eignet sich vor allem in folgenden Anwendungs- bzw. Einsatzgebieten (sowohl bei technischem als auch bei kaufmännischem Schwerpunkt des Studiums):

  • Produktion Kunststoffverarbeitender Unternehmen
  • Forschung & Entwicklung (F&E) bei Endabnehmern und Rohstoffherstellern
  • Projektleitung und F&E bei Maschinen- und Peripheriegeräteherstellern sowie Formbaubetrieben
  • Tätigkeiten bei Forschungs-, Prüf-, und Bildungseinrichtungen

Studieninhalte

Während des Studiums entwickeln die Studierenden Fähigkeiten und Kompetenzen, mit denen sie Probleme in der späteren Berufspraxis selbstständig erkennen – und mit wissenschaftlichen Methoden analysieren und lösen können. Dabei werden Probleme aus der konkreten Berufspraxis der Verbundstudierenden exemplarisch in die Lehre eingebunden und im Rahmen von anspruchsvollen Projekten und Abschlussarbeiten bearbeitet – ein wechselseitiger Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis ist somit gewährleistet. Das Curriculum für den Verbundstudiengang Kunststofftechnik wird auf die spezifischen Anforderungen der betreffenden Industriezweige und den regionalen Bedarf der Wirtschaft abgestimmt. Die praxisorientierte Ausbildung erfolgt unter Einbezug des Lüdenscheider Kunststoff-Instituts (KIMW) als An-Institut der Fachhochschule Südwestfalen. Dies ermöglicht den Studierenden die Nutzung der exzellenten Ausstattung des KIMW (z.B. Maschinen, Prüflabor, Mess- und Prüfungsgeräte, CAE/CAD Soft- und Hardware, Oberflächen-Applikationszentrum). 


Module des Studiengangs

Wesentliche Elemente des Studiengangs sind:

  • Fertigungsverfahren 
  • Produktgestaltung 
  • Simulation (CAE) 
  • Produktionsmanagement 
  • betriebswirtschaftliche Aspekte 
  • Qualitätssicherung 

Weitere Informationen finden Sie im Modulhandbuch (s. Dokumente und Links).

Studienaufbau

Studienbeginn: zum Wintersemester

Studiendauer: Regelstudienzeit: einschließlich Bachelorarbeit – 9 Semester (4 ½ Jahre)

ECTS-Punkte und Workload: Die Studiendauer entspricht einem Workload von 4500 Arbeitsstunden, wofür insgesamt 180 ECTS-Punkte vergeben werden

Abschluss: „Bachelor of Engineering (B.Eng.)“


Module

Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester. Pro Semester sind in der Regel vier Module zu absolvieren. In höheren Semestern kommen sogenannte Wahlpflichtfächer hinzu. Die Aufteilung der Module auf die Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

Selbststudium/Lerneinheiten

Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lernbriefe werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt ca.15 Stunden pro Woche.

Präsenzveranstaltungen

Diese finden in der Regel an Samstagen von Ende September bis Anfang Februar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli im Kunststoff-Institut am Studienstandort Lüdenscheid statt (durchschnittlicher Zeitaufwand pro Woche: ca. 5 Stunden). Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist Pflicht oder wird zumindest dringend empfohlen.

Praktika 

Im Rahmen der Laborpraktika ist unter anderem eine schriftliche Ausarbeitung gefordert. Darüber hinaus sind Kurzreferate über den Inhalt bzw. die Durchführung Bestandteil der Praktika.

Prüfungen

Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Abschlussarbeit ein Kolloquium zur Abschlussarbeit, bei dem der Studierende in einem Vortrag mit Diskussion die wesentlichen Elemente seiner Arbeit vertreten muss. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und Links).

Zulassungsvoraussetzungen 

Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel die Fachhochschulreife.

Für folgende Bewerbergruppen ist es auch möglich, ein Studium ohne Fachhochschulreife aufzunehmen:

  • MeisterIn und vergleichbar Qualifizierte (z.B. TechnikerIn, AbsolventIn zweijähriger Fachschulausbildungen, IHK-FachwirtIn oder IHK-Fachkaufmann/frau) können sich ohne Zugangsprüfung um einen Studienplatz zu bewerben.
  • Fachtreue(r) Bewerber/in mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Tätigkeit im erlernten Beruf können sich auf Grund einer fachlich entsprechenden Berufsausbildung und beruflichen Tätigkeit ohne Zugangsprüfung in fachlich entsprechenden Studiengängen bewerben.
  • Sonstige beruflich Qualifizierte mit einer mind. zweijährigen Berufsausbildung und einer mind. dreijährigen Berufspraxis auch außerhalb des Ausbildungsberufs oder alternativ Erziehungs- oder Pflegetätigkeit, bei denen keine fachliche Entsprechung zwischen Berufsausbildung, Berufsausübung und Studiengang besteht, können über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium zugelassen werden.

In zulassungsbeschränkten Verbundstudiengängen (Auswahlverfahren) stehen für MeisterInnen, vergleichbar Qualifizierte und fachtreue BewerberInnen 2 bis 4% der Studienplätze zur Verfügung. Um die Bewerbungsfristen und Modalitäten für die Zugangsprüfung und das Probestudium rechtzeitig zu erfahren, sollte man bei Interesse frühzeitig mit dem Studierendensekretariat der Fachhochschule in Kontakt treten.


Bewerbung

Die Bewerbungsfristen enden in der Regel am 15.7. des Jahres. Wo Sie sich bewerben können, erfahren Sie bei der Studienberatung des IfV NRW und bei den Studentensekretariaten der beteiligten Fachhochschulen.


Beiträge und Gebühren

Es fallen die üblichen Immatrikulations- und Rückmeldegebühren der Fachhochschule Südwestfalen an. Den aktuellen Stand erfahren Sie hier. Zzgl. ist eine Materialbezugsgebühr von € 107,31 pro Semester zu entrichten. (Stand: Oktober 2019)