Elektrotechnik (M.Eng.)

Der konsekutive Masterverbundstudiengang Elektrotechnik wird von der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Hagen – je nach vorliegender individueller Zulassungsvoraussetzung – in einer sechssemestrigen und einer fünfsemestrigen Studienvariante angeboten. Der Studiengang bietet Absolventinnen und Absolventen der Elektrotechnik oder vergleichbarer Studiengänge, wie der Energietechnik oder Mechatronik, die Möglichkeit der qualifizierten Weiterbildung neben dem Beruf. Zur Wahl stehen die Studienrichtungen Automation, Medizintechnik und Beleuchtung.

Der Studiengang Elektrotechnik wurde bis zum Wintersemester 2018/2019 unter der Bezeichnung Elektronische Systeme geführt. Im Rahmen der Reakkreditierung wurde er in Elektrotechnik (M. Eng.) umbenannt.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie die Möglichkeit der intensiven Beratung zum Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium.

Zielgruppen des Studiengangs

Der anwendungsorientierte Master of Engineering Elektrotechnik richtet sich an berufstätige Absolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiengangs der Elektrotechnik oder vergleichbarer Studiengänge, wie z.B. der Energietechnik oder der Mechatronik, die neben ihrer Berufstätigkeit ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen erweitern und vertiefen möchten.

AbsolventInnen des Master-Verbundstudiengangs Elektrotechnik qualifizieren sich für mittlere und höhere Führungspositionen in verschiedenen Unternehmensbereichen von der Produktentwicklung über die Fertigung bis zum technischen Vertrieb. Bevorzugte Betätigungsfelder finden sich in Unternehmen im Bereich der Automobilbranche, der Systemtechnik, der optischen Technologien, der Elektrotechnik und Elektronik, der Elektroinstallationstechnik, der Gebäudesystemtechnik, der Mikrosystemtechnik, aber auch in Verwaltungen und bei Prüfdienstleistern.

Qualifikationsziele

Das Ziel dieses konsekutiven Masterstudienganges Elektrotechnik ist die Qualifizierung von Absolventen im Bereich der Ingenieurwissenschaft für Führungsaufgaben in der Industrie. Es steht dabei nicht die wissenschaftliche (Grundlagen-)Forschung, sondern die ingenieurmäßige Umsetzung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis im Vordergrund. Insbesondere werden die folgenden fachlichen Kompetenzen vermittelt:

  • Weiterentwicklung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen;
  • Methoden- und Lösungsfindungskompetenz;
  • Vermittlung von Systementwicklungs- und Systemdesignkompetenz unter Berücksichtigung unternehmerischer Elemente;
  • Spezifisches anwendungsorientiertes Wissen – aufbauend auf Bachelor- oder Diplomstudium – für die speziellen Bereiche der Studienrichtungen Automation, Medizintechnik und Beleuchtung;
  • Personalführung.

Insgesamt handelt es sich also um einen anwendungsorientierten Masterstudiengang, da der Schwerpunkt auf der Anwendung des erworbenen studiengangspezifischen Fachwissens in der Praxis liegt. Das Studium vermittelt daher die in der Berufs- und Arbeitswelt erforderlichen Inhalte und Methoden sowie die notwendigen überfachlichen Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen). Die Studierenden sind nach dem Studium in der Lage, Probleme in der Berufspraxis selbständig zu erkennen, mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und adäquat zu lösen.

Studieninhalte

Das Profil des Masterstudiengangs Elektrotechnik ist gekennzeichnet durch die Vermittlung von theoretischen und praktischen fachlichen Grundlagen, Methodenkompetenz und die Förderung des unternehmerischen Denkens.

Besondere Profilmerkmale sind:

  • Mathematisch/physikalische Methoden mit besonderem Schwerpunkt in Systemen
  • Methoden der Elektrotechnik und Informationstechnik wie Systems Engineering, Embedded Systems, Kommunikationssysteme, Sensorik, Signalverarbeitung, Systemtheorie
  • Vertiefung von betriebswirtschaftlichen Grundlagen (Unternehmensprozesse, Qualitätsmanagement) sowie Personalführung

Darüber hinaus ist über die Wahlpflichtblöcke eine Profilbildung in folgenden Bereichen möglich:

  • Energietechnik
  • Automation
  • Beleuchtungstechnik

Das Studium beider Studienvarianten gliedert sich in Pflichtmodule, in denen das theoretische und methodische Fachwissen vermittelt wird, und sogenannte Wahlpflichtmodule, die aus zwei vorgegebenen Katalogen von den Studierenden ausgewählt werden und eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglichen.


Module des Studiengangs

Pflichtmodule

  • Digitale Signalverarbeitung
  • Sensorik
  • Embedded Systems
  • Mechatronische Systeme
  • Kommunikationssysteme
  • Personalführung
  • Qualitätsmanagement
  • Computer Aided Engineering
  • Höhere Mathematik
  • Systemtheorie

Wahlpflichtmodul-Katalog A:

  • IT-Sicherheit: Kryptographische Verfahren und Protokolle
  • Beleuchtungssysteme
  • Verteilte Automatisierungssysteme
  • Spezielle Gebiete der elektronischen Systeme
  • Vertiefung regenerativer Energien
  • Spezielle Gebiete der Informatik

Wahlpflichtmodul-Katalog B:

  • Spezielle Gebiete der Energietechnik
  • Auslegung elektrischer Antriebssysteme
  • Digitale Bildverarbeitung
  • Photonik
  • Spezielle Gebiete der Automatisierungstechnik
  • Spezielle Gebiete der Wirtschaftskompetenz
  • Spezielle Gebiete der Medizintechnik

In beiden Studienvarianten sind bis zum 4. Semester identische Pflicht- und Wahlpflichtmodule vorgesehen. Die beiden Studienvarianten unterscheiden sich lediglich dadurch, dass der sechssemestrige Studienverlauf im 5. Semester ein hochschulgelenktes, integriertes Praxisprojekt mit einem begleitenden Seminar vorsieht. Bei berufstätigen Studierenden wird davon ausgegangen, dass das Praxisprojekt in der Regel beim Arbeitgeber absolviert und in die reguläre Arbeit integriert wird.

Für den Fall, dass eine Studierende / ein Studierender das Praxisprojekt nicht beim eigenen Arbeitgeber absolvieren kann, bemüht sich die Hochschule die Studierenden über Firmenkontakte zu unterstützen. Die Fachhochschule Südwestfalen versteht dies als Angebot an die Studierenden ohne die Garantie auf generelle Durchführbarkeit. Die Verantwortung für die Realisierbarkeit der Durchführung des Praxisprojekts obliegt den Studierenden.

Das Studium kann im Sommer- und Wintersemester aufgenommen werden. Die nachfolgende Tabelle stellt einen idealtypischen Studienverlaufsplan für einen Studienbeginn im Sommersemester unter Berücksichtigung beider Studienvarianten dar:

Sem.

fünfsemestriger Studiengang

 sechssemestriger Studiengang

1. (SS)Computer Aides Engineering
6 ECTS
Personalführung
6 ECTS
Qualitätsmanagement
6 ECTS
2. (WS)Höhere Mathematik
6 ECTS
Kommunikationssysteme
6 ECTS
Sensorik
6 ECTS
3. (SS)Embedded Systems
6 ECTS
Mechatronische Systeme
6 ECTS
WPM A
6 ECTS
4. (WS)Digitale Signalverarbeitung
6 ECTS
Systemtheorie
6 ECTS
WPM B
6 ECTS
5. (SS)Masterarbeit
15 ECTS
Praxisprojekt
24 ECTS
Kolloquium
3 ECTS
Seminar
6 ECTS
6. (WS)

 

Masterarbeit
15 ECTS
Kolloquium
3 ECTS

Studienaufbau

Studienbeginn: zum Sommersemester (März) und zum Wintersemester (September)

Studiendauer: Regelstudienzeit der beiden Studienvarianten einschließlich Masterarbeit und Kolloquium

3 Jahre bzw. 6 Semester (s. Zulassungsvoraussetzung)
oder
2,5 Jahre bzw. 5 Semester (s. Zulassungsvoraussetzung)

ECTS-Punkte und Workload:

6 Semester: 120 ECTS-Punkte (Workload von 3000 Arbeitsstunden)

5 Semester: 90 ECTS-Punkte (Workload von 2250 Arbeitsstunden)

Abschluss: Master of Engineering (M.Eng.)

Der Masterabschluss eröffnet den Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion.


Module

Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester. Pro Semester sind in der Regel drei Module aus dem Pflicht- und Wahlpflichtbereich zu absolvieren. Die Aufteilung der Module auf die Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

Selbststudium/Lerneinheiten

Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lerneinheiten werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt ca.15 Stunden pro Woche.

Präsenzveranstaltungen

Diese finden in der Regel jeden zweiten Samstag von Ende September bis Anfang Februar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli an der Hochschule statt (in der Regel von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr). Die regelmäßige Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist in der Regel Pflicht oder wird zumindest dringend empfohlen.

Übungen und Praktika        

In den Übungen und Praktika als Bestandteile der Module sollen die Studierenden durch praktische Anwendungen ihre analytischen Fähigkeiten und Methodenkompetenz trainieren und ausbauen mit dem Ziel, Selbstvertrauen in der Umsetzung und Anwendung des theoretisch erlernten Stoffes zu bekommen.

Prüfungen

Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Masterarbeit, die in der Regel in enger thematischer Abstimmung mit der Industrie durchgeführt wird, ein Kolloquium zur Masterarbeit, bei dem der Studierende in einem Vortrag mit Diskussion die wesentlichen Elemente seiner Arbeit vertreten muss. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und Links).

Zulassungsvoraussetzungen 

Das Studium mit der sechssemestrigen Regelstudienzeit kann begonnen werden, wenn ein Bachelor- oder Diplomstudiengang im Umfang von mindestens 180 ECTS-Punkten in einem elektrotechnisch orientierten Studiengang mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5 oder mit einer Gesamtnote von mindestens 2,7 und einer Abschlussarbeit mit einer besseren Note als 2,0 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Das Studium mit der fünfsemestrigen Regelstudienzeit kann begonnen werden, wenn zusätzlich zu den Bedingungen des vorstehenden Absatzes ein Bachelor- oder Diplomstudiengang mit einem Umfang von mindestens 210 ECTS-Punkten absolviert wurde.


Bewerbung

Die Bewerbung zum Sommersemester ist ab Anfang Dezember und zum Wintersemester ab Anfang Mai möglich. Die Bewerbung erfolgt online über das Bewerbungsportal der Fachhochschule Südwestfalen:

www.fh-swf.de/studieninteressierte/bewerbung

  • Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist i.d.R. der 15. September
  • Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist i.d.R. der 15. März

Bezüglich einer möglichen Änderung der Bewerbungsfristen halten Sie sich bitte über die Webseite der FH Südwestfalen auf dem Laufenden!


Beiträge und Gebühren

Es fallen die üblichen Immatrikulations- und Rückmeldegebühren der Fachhochschule Südwestfalen an. Den aktuellen Stand erfahren Sie hier. Zzgl. ist eine Materialbezugsgebühr von ca. € 95,76 für die 5-semestrige Studienvariante bzw. € 79,80 für die 6-semestrige Studienvariante pro Semester zu entrichten. (Stand: Oktober 2019)