Medienpädagogik (M.A.)

Der konsekutive Masterverbundstudiengang Medienpädagogik an der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Soest ermöglicht Absolvent*innen pädagogisch orientierter oder medienorientierter Bachelorstudiengänge die qualifizierte Weiterbildung neben dem Beruf.

Dieser Studiengang durchläuft derzeit eine Akkreditierung zum Sommersemester 2021. Im Rahmen dieser Akkreditierung kann es zu inhaltlichen Änderungen und Anpassungen kommen.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie die Möglichkeit der intensiven Beratung zum Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium.

Zielgruppen

Der Masterstudiengang Medienpädagogik richtet sich an Absolvent*innen pädagogisch orientierter oder medienorientierter Bachelorstudiengänge, die sich neben Beruf und/oder Familie für verantwortungsvolle Tätigkeiten im Bereich der Medienpädagogik weiterqualifizieren möchten. Der Masterstudiengang Medienpädagogik ist als Verbundstudiengang berufs- und familienverträglich gestaltet; eine parallele Berufstätigkeit ist jedoch keine zwingende Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums.


Qualifikationsziele

Der Studiengang vermittelt den Studierenden Medienkompetenz und medienpädagogische Kompetenzen, sodass sie befähigt werden, in ihrer Tätigkeit Medienkompetenz bei Heranwachsenden und Erwachsenen zu fördern und ihr medienpädagogisches Wissen an andere weiterzugeben. Damit qualifizieren sich die Absolvent*innen für verantwortungsvolle Tätigkeiten in den gesellschaftlich immer bedeutsameren medienpädagogischen Arbeitsfeldern.

Der Masterabschluss in Medienpädagogik qualifiziert zum einen für die direkte pädagogische Arbeit, zum anderen für Beratungs-, Weiterbildungs-, Produktions- oder Forschungsaufgaben im Medienkontext.


Berufsfelder

Der Studiengang qualifiziert für verantwortungsvolle Tätigkeiten in verschiedenen medienpädagogischen Arbeitsfeldern. Die Absolvent*innen können das im Studium erlangte Wissen und die im Studium erlangten Kompetenzen zum einen in die direkte pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einbringen, beispielsweise in Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Zum anderen bieten sich den Absolvent*innen interessante Möglichkeiten in Institutionen, die mediale Angebote für Kinder und Jugendliche entwickeln und produzieren, oder die medienpädagogische Beratungen und Weiterbildungen etwa für pädagogische Fachkräfte, Einrichtungen und Eltern anbieten. Weiterhin bestehen vielversprechende berufliche Perspektiven in der Bildung und Forschung.

Studieninhalte

Der Verbundstudiengang Medienpädagogik (M.A.) setzt sich aus den vier Themenbereichen „Medienerziehung und -bildung“, „Mediensozialisation und -psychologie“, „Mediendidaktik und -gestaltung“ sowie „Medien- und Informationstechnik“ zusammen.

  • Im Bereich „Medienerziehung und -bildung“ werden Erziehungs- und Bildungsaufgaben im Medienkontext sowie deren normativen und wertbezogenen Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen vertieft. Zentrales Thema ist dabei die Medienkompetenz als Ziel der Medienerziehung in Kindheit und Jugend.
  • Im Bereich „Mediensozialisation und -psychologie“ werden insbesondere Aspekte der Mediennutzung und -wirkung im gesellschaftlichen Kontext sowie aus Sicht der Psychologie auf-gegriffen.
  • Im Bereich „Mediendidaktik und -gestaltung“ stehen Fragen zum effektiven und effizienten Einsatz von Medien in Lehr- und Lernprozessen sowie zur Erstellung und Gestaltung medien-basierter Lernumgebungen im Mittelpunkt.
  • Im Bereich „Medien- und Informationstechnik“ werden grundlegende Kenntnisse zur Nutzung von Hard- und Software im Kontext digitaler Medien vermittelt.

Module des Studiengangs

Pflichtmodule

Medienerziehung und -bildung

  • Medienbildung und -erziehung in Kindheit und Jugend
  • Aktuelle Herausforderungen der Medienbildung und -erziehung

Mediensozialisation und -psychologie

  • Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch Medien
  • Mediennutzung und -wirkung bei Kindern und Jugendlichen

Mediendidaktik und -gestaltung

  • Lehren und Lernen mit digitalen Medien
  • Erstellung digitaler Lehr- und Lernmedien

Medien- und Informationstechnik

  • Medientechnik für Medienpädagoginnen und -pädagogen
  • Informationstechnik für Medienpädagoginnen und -pädagogen

Das Studium kann im Sommer- und Wintersemester aufgenommen werden. Die nachfolgende Tabelle stellt einen idealtypischen Studienverlaufsplan für einen Studienbeginn im Sommersemester unter Berücksichtigung beider Studienvarianten dar:

Block

fünfsemestriger
Studiengang

 sechssemestriger
Studiengang

A (SS)

Medienbildung und -erziehung in Kindheit und Jugend (6 Credits)

Aktuelle Herausforderungen der Medienbildung und -erziehung(6 Credits)

Wahlpflichtmodul I (6 Credits)

B (WS)

Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch Medien (6 Credits)

Mediennutzung und -wirkung bei Kindern und Jugendlichen (6 Credits)

Wahlpflichtmodul II (6 Credits)

C (SS)

Lehren und Lernen mit digitalen Medien (6 Credits)

Erstellung digitaler Lehr- und Lernmedien II (6 Credits)

Wahlpflichtmodul III (6 Credits)

D (WS)

Medientechnik für Medienpädagoginnen und -pädagogen (6 Credits)

Informationstechnik für Medienpädagoginnen und -pädagogen (6 Credits)

Wahlpflichtmodul IV (6 Credits)

E

 

Praxisphase (entfällt in der fünfsemestrigen Variante) (30 Credits)

F

Masterarbeit
(15 Credits)

 

Kolloquium
(3 Credits)

Bei den Studienverläufen handelt es sich um Empfehlungen. Den Studierenden steht es frei, im Rahmen der Vorschriften der Prüfungsordnung davon abzuweichen. Die Einstiegsmöglichkeiten in den Studiengang sowie der empfohlene Verlauf sind auch in der nachstehenden Abbildung dargestellt:

    Wahlpflichtmodule

    Im Wahlpflichtangebot wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, ein persönliches Profil zu bilden. Die Wahlpflichtmodule I, II, III und IV sind nicht den vier genannten Themenbereichen zugeordnet, sondern werden aus einem Wahlpflichtkatalog gewählt, der im Folgenden dargestellt ist. Von den aufgelisteten Modulen wird jeweils eine Auswahl angeboten. Für jedes Wahlpflichtmodul werden 6 Credits vergeben.

    • Aktuelle Forschungsfelder der Medienpädagogik
    • Bewegungsförderung und Medien
    • Bildung in der digitalen Welt
    • Empirische medienpädagogische Forschung
    • Forschendes Lernen in digitalen Lernumgebungen
    • Frühe informatische Bildung
    • Medien - Behinderung - Teilhabe
    • Medieneinsatz am Lernort Schule
    • MINT-Bildung digital
    • Neurodidaktik und Neue Medien
    • Pädagogische Herausforderungen als Gegenstand audio-visueller Medienexperimente
    • Soziale Arbeit und Medien
    • Soziale Medien im Kindes- und Jugendalter
    • Spezielle Gebiete der Mediendidaktik und -gestaltung
    • Spezielle Gebiete der Medienerziehung und -bildung
    • Spezielle Gebiete der Mediensozialisation und -psychologie
    • Spezielle Gebiete der Medien- und Informationstechnik
    • Sprache in der Mediengesellschaft

    Studienaufbau

    Studienbeginn: zum Sommersemester (März) und zum Wintersemester (September)

    Studiendauer: 

    Regelstudienzeit der beiden Studienvarianten einschließlich Masterarbeit und Kolloquium

    • 3 Jahre bzw. 6 Semester (s. Zulassungsvoraussetzung)
      oder
    • 2,5 Jahre bzw. 5 Semester (s. Zulassungsvoraussetzung)

    ECTS-Punkte und Workload:

    • 6 Semester: 120 ECTS-Punkte (Workload von 3000 Arbeitsstunden)
    • 5 Semester: 90 ECTS-Punkte (Workload von 2250 Arbeitsstunden)

    Abschluss:  Master of Arts (M.A.)

    Der Masterabschluss eröffnet den Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion.


    Module

    Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester. Pro Semester sind in der Regel drei Module aus dem Pflicht- und Wahlpflichtbereich zu absolvieren. Die Aufteilung der Module auf die Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

    Selbststudium/Lerneinheiten

    Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lerneinheiten werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt ca.18 Stunden pro Woche.

    Präsenzveranstaltungen

    Diese finden in der Regel jeden zweiten Samstag von Ende September bis Anfang Februar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli an der Hochschule statt (in der Regel von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr). Die regelmäßige Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen wird dringend empfohlen.

    Praxisphase (nur sechssemestrige Variante)

    Die sechssemestrige Variante des Verbundstudiengangs Medienpädagogik (M.A.) beinhaltet zudem eine Praxisphase im Umfang von mindestens 22 Wochen in Vollzeit, die hochschulgelenkt und in das Studium integriert ist. Sie dient dazu, die erworbenen Kompetenzen in der Praxis zu erproben und zu reflektieren. Die Praxisphase besteht aus einer praktischen Tätigkeit in einer einschlägigen Einrichtung im medienpädagogischen Bereich bzw. am eigenen entsprechenden Arbeitsplatz, einem verpflichtenden Begleitseminar und einem Abschlussbericht über die Aufgabenstellung, Durchführung und Ergebnisse der Praxisphase.

    Prüfungen

    Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen, Referate und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Masterarbeit ein Kolloquium zur Masterarbeit, bei dem der Studierende die wesentlichen Elemente seiner Arbeit vertreten muss. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und Links).

    Zulassungsvoraussetzungen 

    Der Verbundstudiengang Medienpädagogik (M.A.) wird in zwei Varianten angeboten: Zum einen mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern und einem Umfang von 120 ECTS-Punkten, zum anderen mit einer Regelstudienzeit von fünf Semestern und einem Umfang von 90 ECTS-Punkten.

    Das sechssemestrige Studium kann begonnen werden, wenn ein Bachelorstudiengang im Umfang von mindestens 180 ECTS-Punkten in einem pädagogisch orientierten oder medienorientierten Studiengang mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5 oder mit einer Gesamtnote von mindestens 2,7 und einer Bachelorarbeit mit einer besseren Note als 2,0 erfolgreich abgeschlossen wurde.

    Das fünfsemestrige Studium kann begonnen werden, wenn die Bedingungen des vorherigen Satzes vorliegen mit der Maßgabe, dass ein Bachelorstudiengang mit einem Umfang von mindestens 210 ECTS-Punkten oder ein Diplomstudiengang absolviert wurde.


    Bewerbung

    Berwerben müssen Sie sich über das Online-Portal der FH Südwestfalen. Die Bewerbungsfristen für das Wintersemester enden in der Regel am 15.7., Bewerbungen zum Sommersemester sind bis 28.2. möglich. Wie die Studienplätze vergeben werden erfahren Sie bei der Studienberatung des IfV NRW und beim Studierenden-Servicebüro der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Soest.


    Beiträge und Gebühren

    Es fallen die üblichen Immatrikulations- und Rückmeldegebühren der Fachhochschule Südwestfalen pro Semester an: s. Beiträge und Gebühren. Hinzu kommt eine Materialbezugsgebühr von € 95,76 für die 5-semestrige Studienvariante bzw. € 79,80 für die 6-semestrige Studienvariante pro Semester. (Stand: Oktober 2020)