Wirtschafts­recht (LL.M.)

Der weiterbildende Master-Verbundstudiengang Wirtschaftsrecht der Hochschule Niederrhein richtet sich an berufserfahrene Absolvent*innen berufsqualifizierender Studiengänge, die ihre Fachkenntnisse um Kompetenzen im Wirtschaftsrecht erweitern oder vertiefen möchten. Der Studiengang vermittelt Fähigkeiten zu interdisziplinären Problemlösungen im Bereich des Wirtschaftsrechts und befähigt zur Übernahme von Führungspositionen oder juristisch geprägter Stabsstellen in Unternehmen.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studiengang im Überblick. Nutzen Sie die Möglichkeit der intensiven Beratung zum Konzept des Verbundstudiums. Insbesondere empfehlen wir die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen zur Unterstützung Ihrer bewussten Entscheidung für das Verbundstudium.

Zielgruppen

Berufstätige in Industrie, Wirtschaft oder Verwaltung, die ein wirtschafts-, natur-, ingenieur- oder geisteswissenschaftliches Hochschulstudium absolviert haben.


Qualifikationsziele

Ein Studienschwerpunkt ist der Erwerb vertiefter und übergreifender Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen wirtschaftlicher Betätigung sowie die Vermittlung der für Führungspositionen erforderlichen Managementkompetenz. Das Studium soll dazu befähigen, anwendungsbezogene Inhalte des Wirtschaftsrechts theoretisch zu durchdringen und rechtlich geprägte Vorgänge und Probleme der nationalen und internationalen Wirtschaftspraxis zu analysieren. Auf dieser Basis sollen schließlich wirtschaftlich gebotene Lösungen auf tragfähiger rechtlicher Grundlage entwickelt werden.

Über die in der Berufs- und Arbeitswelt erforderlichen fachlichen Inhalte und Methoden vermittelt das Studium die für Führungsaufgaben notwendigen überfachlichen Schlüsselkompetenzen.


Berufsfelder

Absolvent*innen des Verbundstudiengangs Wirtschaftsrecht (LL.M.) übernehmen in kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen, Verbänden, Kammern und Verwaltung anspruchsvolle Aufgaben als Führungskräfte in den folgenden Bereichen:

  • Rechts- und Personalabteilungen 
  • Juristisch geprägte Stabsstellen 
  • Wirtschaftsprüfung

Schwerpunkte des Studiengangs

Der weiterbildende Verbundstudiengang Wirtschaftsrecht führt Fach- und Führungskräfte in wirtschaftsrechtliche Themenbereiche ein (Vertragsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht) und ist speziell auf das Informations- und Kommunikationsrecht, die Vertragsgestaltung und die Technik des Geschäftsverkehrs ausgerichtet. Aufgrund der Schwerpunktbildung im Internationalen Wirtschaftsrecht, im Wettbewerbsrecht und Gewerblichen Rechtsschutz oder im Arbeitsrecht wird insbesondere die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal in den Unternehmen bedient, die eine Ausrichtung im internationalen Kontext aufweisen und die Managementkompetenzen ihrer Mitarbeiter stärken wollen.

Der weiterbildende Masterstudiengang Wirtschaftsrecht setzt betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen voraus und vermittelt ergänzend ein breites Spektrum wirtschaftsrechtlicher Aspekte.


Module

Recht:

In den juristischen Fächern wird über die für die betriebliche Praxis wichtigen Grundkenntnisse (Vertragsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht) hinaus ein ganzheitliches und vernetztes Wissen des Wirtschaftsrechts vermittelt. Dieses ermöglicht, die juristischen Aspekte und Konsequenzen wirtschaftlicher Betätigung qualifiziert und umfassend einzuschätzen und zu beurteilen (Informations- und Kommunikationsrecht, Vertragsgestaltung). Die Studierenden sollen eigenverantwortlich eine rechtliche Analyse der Situation vornehmen können und den eventuell erforderlichen Einsatz juristischer Berater fachkundig vorbereiten und begleiten (compliance). In den Schwerpunktfächern können die juristischen Kenntnisse im Sinne einer Spezialisierung vertieft und erweitert werden. Die juristische Ausbildung schließt das Modul über Mediation als alternatives Streitbeilegungsverfahren zum Gerichtsprozess ab.

Wirtschaft:

In diesem Bereich werden Managementkompetenzen behandelt, die für die Übernahme von Leitungspositionen unabdingbar sind. Das vorhandene betriebswirtschaftliche Fachwissen soll in fächerübergreifendes und problemorientiertes Handeln umgesetzt werden. Als Wahlpflichtfächer werden das Innovationsmanagement und das Konfliktmanagement angeboten.

Informatik:

Abgerundet wird die interdisziplinäre Verflechtung von Wirtschaft und Recht durch die für das technische Verständnis von Vertragsschlüssen und Transaktionen erforderlichen IT-Kenntnisse in dem Grundlagenfach Technik des elektronischen Geschäftsverkehrs und in dem Wahlpflichtfach Sicherheit in der Informationstechnik.

Projektarbeit:

Außerdem sind in diesem Studiengang zwei Projekte, ein juristisches Einzelprojekt (Fallstudie Vertragsrecht) und ein interdisziplinäres Projekt mit Aspekten aus verschiedenen juristischen Gebieten oder unter Einbeziehung wirtschaftlicher Gesichtspunkte (z. B. Unternehmensplanspiel) vorgesehen. Hier fließen in Form einer fallstudienorientierten Gruppenarbeit die vorhandenen praktischen Kenntnisse und die Berufserfahrung in die Ausbildung mit ein. In der Projektarbeit wird nicht nur der Anwendungsbezug gestärkt; vielmehr kann durch internationale Aspekte der Fallstudie im Vertragsrecht (Einzelprojekt) oder durch die Beteiligung ausländischer Partner (Interdisziplinäres Projekt) im Einzelfall auch die Internationalisierung des Master-Programms gefördert werden.

 

Studienaufbau

Studienbeginn: zum Sommersemester

Studiendauer: Regelstudienzeit – einschließlich Masterarbeit – 5 Semester (2 ½ Jahre)

ECTS-Punkte und Workload: Die Studiendauer entspricht einem Workload von 3000 Arbeitsstunden, wofür insgesamt 120 ECTS-Punkte vergeben werden.

Abschluss: "Master of Laws (LL.M.)" Der Abschluss befähigt zu den Laufbahnen des höheren Dienstes und zur Promotion.


Module

In den einzelnen Semestern sind in der Regel drei Module Gegenstand des Studiums. In höheren Semestern kommen sog. Wahlpflichtfächer hinzu. Die Aufteilung der Module auf die einzelnen Semester stellt eine sinnvolle Abfolge der fachlich zu vermittelnden Kompetenzen dar.

Selbststudium/Lerneinheiten

Zu Beginn des Semesters erhalten die Studierenden das Lernmaterial für das gesamte Semester. Diese sogenannten Lerneinheiten werden von den Studierenden im Selbststudium bearbeitet.

Präsenzveranstaltungen

Diese finden in der Regel jeden 2. Samstag von Ende September bis Anfang Februar bzw. von Anfang März bis Mitte Juli an der Hochschule statt. Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist in der Regel Pflicht oder wird zumindest dringend empfohlen.

Prüfungen

Als Prüfungsformen sind Klausuren, mündliche Prüfungen und schriftliche Ausarbeitungen vorgesehen. Der Studienabschluss beinhaltet neben der schriftlichen Abschlussarbeit ein Kolloquium zur Abschlussarbeit, bei dem die Studierenden in einem Vortrag mit Diskussion die wesentlichen Elemente ihrer Arbeit vertreten müssen. Näheres regelt die Prüfungsordnung (s. Dokumente und LInks).

Zulassungsvoraussetzungen 

Zulassungsvoraussetzung für die Aufnahme des Studiums im Master-Verbundstudiengang Wirtschaftsrecht an der Hochschule Niederrhein ist ein Studienabschluss mit der Mindestnote "befriedigend" (Notendurchschnitt mindestens 3,0) an einer Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder ein mindestens gleichwertiger Abschluss an einer ausländischen Hochschule.

Zusätzlich müssen Bewerber*innen eine mindestens einjährige qualifizierte einschlägige Berufstätigkeit vor Aufnahme des Studiums nachweisen.


Bewerbung

Wie die Studienplätze vergeben werden und wo Sie sich bewerben können, erfahren Sie bei den Informationsveranstaltungen, bei der Studienberatung des IfV NRW und beim Studierendenservice der Hochschule Niederrhein.

Die Bewerbungsfrist für diesen Studiengang  läuft vom 1. November bis zum 15. Januar eines jeden Jahres. Bezüglich einer möglichen Änderung der Bewerbungsfristen halten Sie sich bitte über die Webseiten der Hochschule Niederrhein auf dem Laufenden!


Beiträge und Gebühren

Die Weiterbildungsgebühren belaufen auf 1250,-€  pro Semester. (Stand: November 2019)