Präsentieren und Medien gezielt einsetzen
Ihre Vorbereitungen und der Aufbau Ihres Referates sind nun fertig?
Dann geht es an die mediale Aufbereitung Ihrer Präsentation für den Aufbau eines Referats anstehenden Referatstermin.
Das Ziel dabei ist, dass Sie Ihr Thema anregend vortragen und durch unterstützenden Medieneinsatz für Ihr Publikum visualisieren.
Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass Sie Ihr Referat komplett aus dem Gedächtnis vortragen können, benötigen Sie ein Vortragsmanuskript.
Dieses sollte nicht vollständig in ganzen Sätzen ausformuliert sein. Das würde nämlich dazu führen, dass Sie Ihr Referat ablesen und dadurch den Kontakt zu Ihren Zuhörern*innen verlieren. Ein vollständig vorgelesener Vortrag wirkt langweilig und ermüdend auf das Publikum. Tragen Sie daher möglichst frei vor!
Besser ist es, Karteikarten als Gedächtnisstütze zu nutzen! Auch Fernsehmoderator* innen nutzen Karteikarten als Stichwortgeber. Schreiben Sie also am besten systematisch, entsprechend Ihrer Gliederung, auf ausreichend große Karteikarten. Hier empfiehlt sich besonders das Din-A6-Format. Nutzen Sie auch Textmarker, um besondere Stichworte verschiedenfarbig hervorzuheben. Nachrichtensprecher nutzen übrigens auch Zeichen für Betonungen und Pausen, wie eine Regieanweisung.
Nutzen Sie also geeignete Medien für die Visualisierung der vorgetragenen Inhalte! Dies können z.B. analoge Medien, wie vorbereitete Flipcharts oder Handout-Papiere mit Grafiken, Abbildungen, Gliederungen, Aufzählungen oder Definitionen sein. Nutzen Sie einschlägige Präsentationsprogramme, wie Power Point, Keynotes, etc.. Die Seminarräume und Vorlesungssäle der Hochschulen bieten Ihnen eine entsprechende technische Ausstattung, die Sie dafür nutzen können.
Visuelle Medien nutzen
Bei mündlichen Vorträgen sieht das Publikum in der Regel nur den Vortragenden selbst und muss sich auf das gesprochene Wort konzentrieren. Dies erfordert eine höhere Anstrengungskraft zur Konzentration.
Um die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer zu unterstützen, bietet es sich hier an, Ihnen einen weiteren Wahrnehmungskanal zu Verfügung zu stellen. Denn, was wir hören und sehen, bleibt wesentlich besser im Gedächtnis haften.
Auch hier arbeiten wieder beide Gehirnhälften miteinander und kombinieren das „abstrakt“ gesprochene Wort mit bildlichen Darstellungen.
Gestaltung visuellen Medien
Flipcharts oder digitale Präsentationen sollen Ihren Vortrag unterstützen, indem sie den visuellen Aufnahmekanal Ihrer Zuhörer*innen ansprechen. Setzen Sie Visualisierungen also gezielt und gut dosiert ein! Ihre Folien sollten Ihr Referat strukturieren, ein übersichtliches und ansprechendes Layout haben, und nicht zu viel Text, oder besser nur Stichworte enthalten. Insbesondere Grafiken eignen sich besonders gut zur Veranschaulichung. Am wichtigsten ist jedoch, dass die dargestellten Inhalte nicht vom gesprochenen Wort abweichen, denn das würde Ihr Publikum nur irritieren.
Umgang mit Lampenfieber
Lampenfieber ist ein ganz normales menschliches Phänomen und auch bei Profis nicht ungewöhnlich. In der Regel taucht Lampenfieber nur vor und am Anfang eines Vortrags auf. Typische Symptome von Lampenfieber sind feuchte Hände, Herzrasen, Zittern, Verkrampfen und ein trockener Mund. Als Einzelner vor eine Masse zu treten und einer unbekannten Situation ausgesetzt zu sein, ist der Hauptgrund für Nervosität und verursacht Stress.
Generalprobe vor der Lerngruppe
Wenn nun alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, nutzen Sie Ihre Lerngruppe für eine Generalprobe! Halten Sie Ihr Referat vor Ihren Kommiliton*innen genau so, wie Sie es auch beim eigentlichen Termin halten würden. Ihre Mitstudierenden können Ihnen ein Feedback geben, was gut oder weniger gut war, sodass sie noch die Chance haben, Ihr Referat zu verbessern.
