Lern- und Arbeitstechniken dienen dem direkten Umgang mit den konkreten Lerninhalten, also der Informationsverarbeitung, z.B. durch klare Strukturierung, gehirngerechte Erarbeitung und Aufbereitung, Anwendung und Übung, Wiederholung und Speicherung der Lerninhalte.

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Lern- und Arbeitstechniken
In diesem Modul lernen Sie kognitive Strategien der Information- oder Wissensverarbeitung und Aufbereitung kennen. 


Im ersten Teil des Moduls geht es zunächst um grundlegende Lerntechniken oder Lernmethoden. Mit Lerntechniken systematisieren wir den Prozess der Wissensaufnahme, indem wir uns Lerninhalte plan- und sinnvoll erschließen. Lerntechniken helfen dabei Lerninhalte…

  • effektiv aufzunehmen,
  • zu strukturieren,
  • neue Informationen mit bereits vorhandenem Wissen zu verknüpfen,
  • Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen,
  • Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden,
  • Wissen in neue Zusammenhänge zu übertragen und anzuwenden,
  • zu speichern und schließlich
  • in entscheidenden Situationen (also in Prüfungen!) abzurufen.

Es gibt eine Vielzahl von Lerntechniken zur sinnvollen Strukturierung unserer Lernaktivitäten, wie das Lesen, das Zuhören, das Schreiben, das Fragen und Reflektieren, das Wiederholen, das Diskutieren und das Selbermachen.

Linkte und rechte Gehirnhälfte
Durch die Nutzung verschiedener Sinneskanäle und die Berücksichtigung der grundlegenden Funktionsweise unseres Gehirns (vgl. Heister 200, S.5 ff.) können wir den Prozess der Wissensaufnahme optimieren und effektiver lernen.

Beide Gehirnhälften verarbeiten Informationen nämlich unterschiedlich:

Die linke Gehirnhälfte ist die logisch-rationale Seite unseres Gehirns und verarbeitet abstrakte Informationen und Details, wie Zahlen, Daten, Zeichen oder Symbole. 

Die Informationen werden gedacht, gesprochen, geschrieben, gerechnet, berechnet und logisch-rational analysiert.
 

Die rechte Gehirnhälfte ist die bildlich-kreative Seite unseres Gehirns und denkt in Bildern, Analogien und anschaulichen Beispielen (z.B. Diagramme, Gleichnisse, Denk-Bilder, Assoziationen, Piktogramme etc.). Sie arbeitet assoziativ und verknüpft Informationen in bildlich-konkrete Zusammenhänge und schafft damit einen Überblick.
 

Gehirngerechtes Lernen
Wissen kann besonders dann gut im Gedächtnis gespeichert werden, wenn beide Gehirnhälften angesprochen werden. Gehirngerechtes Lernen braucht also die Beteiligung beider Gehirnhälften. Verstehen und begreifen heißt, zu abstraktem Wissen einen konkreten Bezug herstellen zu können!

Im Folgenden möchten wir Ihnen somit eine Auswahl von Methoden vorstellen, mit denen Sie sich die Funktionsweise Ihres Gehirns zunutze machen können, um Lerninhalte effektiv aufzunehmen und nachhaltig abrufen zu können.
 

Mit Referaten und schriftliche Arbeiten (z.B. Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelor- oder Masterarbeit) belegen Sie, dass Sie ein Thema mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig bearbeiten, und für ein Fachpublikum anschaulich präsentieren oder schriftlich ausarbeiten können. Auch Referate und schriftliche Arbeiten sollten plan- und sinnvoll angegangen, und mit geeigneten Herangehensweisen erlernt und eingeübt werden. Wir vermitteln Ihnen hier, worauf es ankommt!

Unter Lernmethoden oder Lerntechniken werden Vorgehensweisen verstanden, die man einsetzt, um ein Lernziel zu erreichen.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Methoden vorstellen, mit denen Sie sich die Funktionsweise Ihres Gehirns zunutze machen können, um Lerninhalte effektiv aufzunehmen, zu verinnerlichen und nachhaltig abrufen zu können.

Egal mit Hilfe welcher Methode Sie jedoch letztlich vorgehen: Sie lernen am leichtesten, wenn das Gehirn darin einen Sinn (!) sieht. Daher sollten Sie stets darauf achten, mit einer entsprechenden „Haltung“ ans Lernen zu gehen und Ihr Lernverhalten strategisch auszurichten.

Im zweiten Teil des Moduls „Lern- und Arbeitstechniken“ geht es um grundlegende wissenschaftliche Arbeitstechniken, also das akademische Handwerkszeug.


Mit Referaten und schriftliche Arbeiten (z.B. Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelor- oder Masterarbeit) belegen Sie, dass Sie ein Thema mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig bearbeiten, und für ein Fachpublikum anschaulich präsentieren oder schriftlich ausarbeiten können. Sie dienen auch der Leistungsbewertung und finden als Prüfungsform Anwendung.
 

Auch Referate und schriftliche Arbeiten sollten plan- und sinnvoll angegangen, und mit geeigneten Herangehensweisen erlernt und eingeübt werden. Wir vermitteln Ihnen hier, worauf es ankommt!

Die Anforderungen an Referate und schriftliche Arbeiten können je nach Studiengang und Fachkultur stark variieren. Beachten Sie daher stets die Anforderungen Ihres jeweiligen Verbundstudiengangs. In der Regel bekommen Sie hierzu detaillierte Informationen im Laufe Ihres Studiums zur Verfügung gestellt. Die hier vorgestellten Herangehensweisen und Methoden bieten Ihnen jedoch eine gute Grundlage und einen ersten Einstieg.