Wie gelingt es am besten Lernstoff vom Kurzzeitgedächtnis, indem er nur einige Sekunden oder Minuten verweilt, in das Langzeitgedächtnis zu transferieren? Dazu gibt es einige allgemeingültige Regeln. Allerdings muss jeder für sich individuell entscheiden welche Lernmethode am besten für Ihn geeignet ist.

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Wie bei der SQ3R-Methode beschrieben, ist es besonders wichtig, den Lernstoff bereits vor dem Einprägen zu strukturieren. Beim Einprägen im Langzeitgedächtnis werden nicht alle Elemente 1:1 übernommen, sondern entsprechend eines sinnesgemäßen Zusammenhangs abgespeichert. 

Beispielsweise werden Sie sich eine Telefonnummer: 0 2 3 3 1 9 3 3 0 9 0 9 besser merken können, 

wenn sie Blöcke bilden: 02331 933 09 09.

Kurz nach dem Einprägen vergessen sie am meisten, darum sind in diesem Zeitraum verstärkte Wiederholungen hilfreich. Je früher die Wiederholung erfolgt, umso weniger Wiederholungen sind insgesamt erforderlich. Später können die Zeitabstände zwischen den Wiederholungen dann länger werden. 

Lernt man viele ähnliche Dinge nacheinander, dann behindern diese sich gegenseitig bei der Einprägung des Lernstoffs. Genauso gilt: je detailreicher und sperriger der Stoff ist, umso mehr Wiederholungen sind notwendig.

Eine weitere Methode ist den Lernstoff vor dem Schlafengehen noch einmal auf der Bettkante zu überfliegen oder kurz zu rekapitulieren. Dadurch prägt sich der Lernstoff ohne andere Einflüsse besser ein und wird im Schlaf bzw. im Unterbewussten vom Gehirn verarbeitet. Idealerweise machen Sie dies mit Ihrem selbst erstellten, kurzen und übersichtlichen Lernskript.

Auch gut gelernter Stoff kann in Vergessenheit geraten, ist dann allerdings schneller wieder aktivierbar.